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Berlin
Alte Nationalgalerie


Menzel, Friedrich, Schadow und Manet
laufend


"... den alten Fritz, der im Volke lebt"
Das Bild Friedrich des Großen bei Adolph Menzel

23. März bis 24. Juni 2012

Das als klassicher Tempel auf einem Sockel erbaute Museum, das die Inschrift »Der deutschen Kunst 1871« am Giebel trägt, gehört mit dem Alten, dem Neuen sowie dem Pergamon- und dem Bodemuseum zum Ensemble der so genannten Berliner Museumsinsel. Das Haus hat sich vornehmlich der Malerei und Plastik des 19. Jahrhunderts verschrieben und beherbergt Meisterwerke von Caspar David Friedrich und Adolph von Menzel, von Anselm Feuerbach, Arnold Böcklin, Hans von Marées und Max Liebermann sowie Camille Corot, Honoré Daumier, Auguste Renoir, Camille Pissarro und Edouard Manet.

Die Sammlung umfasst 80 Plastiken und 440 Gemälde, die vornehmlich diejenigen Maler und Bildhauer repräsentieren, die im 19. Jahrhundert die Kunstszene dominierten. Das Doppelstandbild der Prinzessinnen Luise und Friedericke von Preußen (1795-97) und das Grabmal des Grafen Alexander von der Mark von Johann Gottfried Schadow ziehen die Blicke der Besucher ebenso an wie »Der Denker« von Auguste Rodin. Ein besonderes Augenmerk gilt in der Alten Nationalgalerie der Malerei der Romantik, ob nun vertreten durch die Gemälde Caspar David Friedrichs oder die »Architekturvisionen« Karl Friedrich Schinkels. Neben Porträts von Philipp Otto Runge sowie Landschaften von Carl Rottmann faszinieren impressionistische Meisterwerke wie »Im Wintergarten« (1879) von Edouard Manet.

Der Maler der deutschen Romantik schlechthin, Caspar David Friedrich, ist mit 16 Gemälden im Museum vertreten. Sehnsucht und Einsamkeit manifestieren sich in Werken wie »Frau am Fenster« – die Rückansicht einer Frau, die wohl dem in der Ferne vorbeigleitenden Schiff hinterher schaut. Einsam erscheint »Der Mönch am Meer« an den Gestaden des schwarzblauen Meeres, einfühlsam ist die Stimmung in »Mondaufgang am Meer« eingefangen. Mit seinen in Gemälden festgehaltenen gotischen Sakralbauten beeindruckt Schinkel, ob nun mit »Mittelalterlicher Stadt an einem Fluss« (1815) oder »Gotischer Dom am Wasser« (1823) und »Gotische Kirche auf einem Felsen am Meer« – himmelwärts strebt die filigrane Architektur, manchmal auch tosenden Wolken entgegen.

Nicht nur das Leben Friedrich des Großen beschäftigte Adolph von Menzel, so in »Begegnung Friedrich II. mit Kaiser Joseph II. in Neiße im Jahr 1789« und in dem überaus bekannten »Flötenkonzert Friedrich des Großen in Sanssouci« (1850-52), sondern das gesamte höfische und großbürgerliche Leben seiner Zeit, was in Gemälden wie »Das Ballsouper« und »Abendgesellschaft« deutlich wird. (c) fdp

"... den alten Fritz, der im Volke lebt"
Das Bild Friedrich des Großen bei Adolph Menzel

Die Sammlungen der Nationalgalerie und des Kupferstichkabinetts besitzen ein Großteil der malerischen und graphischen Arbeiten, die der junge Adolph Menzel (1815-1905) mit Begeisterung und großer Detailtreue zum Leben Friedrichs des Großen geschaffen hat. Dazu gehören neben Bildern hunderte Studien, Probedrucke und Holzstöcke zu den großen Illustrationsfolgen des Künstlers.

Am populärsten wurden die fast 400 Holzstiche zur 1840 erschienenen "Geschichte Friedrichs des Großen" von Franz Kugler. Mit dieser Arbeit hatte Menzel nicht nur ein enormes Detailwissen erworben, sondern ein Bild des Monarchen entwickelt, das er in den folgenden Jahren in einer Reihe von Gemälden variierte, die, bis auf drei Kriegsverluste, erstmals zusammen in der Ausstellung präsentiert werden. Sie zeigen Friedrich II. als aufgeklärten Monarchen, als willensstarken Kriegsherrn, als Freund der Philosophie und der Künste - eine bürgerliche Rezeption Friedrichs und damals ein Modell für die Gegenwart.

Vorangestellt ist der Ausstellung ein Kapitel, das sich den Darstellungen Friedrichs des Großen durch Künstler widmet, die ihm noch persönlich begegnet sind: Antoine Pesne und insbesondere Daniel Nikolaus Chodowiecki - Bilder, die bereits der Mythenbildung um den Preußenkönig dienten. Historische und aktuelle Themen sind in Menzels Werk aufs Anschaulichste miteinander verwoben und so schließt die Ausstellung mit Darstellungen seiner Gegenwart. Präsentes wie Vergangenes erfasst Menzel mit gleicher Eindringlichkeit, mit allem Flüchtigen und Zufälligen des Lebens, bei größter Genauigkeit im Detail.

Alte Nationalgalerie
Bodestraße 1-3
10178 Berlin
Tel.: 0 30 / 20 90 50
http://www.smb.museum/smb/service/index.php?lang=de&n=3&p=5

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