Berlin Veranstaltungen 2011
Ingmar Bergman. Von Lüge und Wahrheit 27. Januar bis 29. Mai 2011
Ernst Ingmar Bergman wurde am 14. Juli 1918 als Sohn des lutherischen Pastors Erik Bergman und dessen Frau Karin, geb. Åkerblom, im schwedischen Uppsala geboren. Das streng protestantische Elternhaus prägte ihn nachhaltig; auf seine Kindheitserinnerungen nahm er in seinem Œuvre immer wieder Bezug. Um sich vor Demütigungen und Verletzungen zu schützen, flüchtete sich der sensible, fantasiebegabte Junge häufig in Schwindeleien. Später zog sich die Gratwanderung zwischen Lüge und Wahrheit, zogen sich Verleumdung, Betrug und Selbsttäuschung wie Leitmotive durch Bergmans Werk.
Ort: Filmmuseum Berlin Mehr: http://www.filmmuseum-berlin.de/
Richard Long. Berlin Circle 26. März - 31. Juli 2011
Richard Long (*1945 in Bristol, England) ist neben Michael Heizer, Walter de Maria und Robert Smithson einer der Protagonisten der "Land Art". Die "Land Art" entstand vor dem Hintergrund der ersten ökologischen Bewegungen seit den 1960er Jahren in den USA und Europa als kritische Reaktion auf die klassische Gattung Skulptur und den kommerziellen Kunstbetrieb.
Ort: Hamburger Bahnhof - Museum für Gegenwart - Berlin
Mehr: http://www.hamburgerbahnhof.de/
André Kertész – Fotografien 11. Juni bis 11. September 2011 André Kertész hat mit Aufnahmen wie „Schwimmer unter Wasser“ (1917), „Chez Mondrian“ (1926) oder „Gabel“ (1929) einen festen Platz in der Fotogeschichte des 20. Jahrhunderts. Es sind nicht nur seine formal herausragenden Kompositionen, die ihm große Wertschätzung einbrachten, sondern seine surreal inspirierte Poesie, mit der er scheinbar einfache Dinge und Situationen erfasst. Sein innovatives fotografisches Gespür hat viele seiner Kollegen inspiriert: Brassaï hat bei ihm gelernt und Henri Cartier-Bresson wurde von ihm beeinflusst. Der Martin-Gropius-Bau zeigt in Berlin mit über 300 Fotografien eine große Retrospektive von André Kertész, der in Ungarn geboren wurde und in Budapest, Paris und New York lebte.Die Ausstellung ist thematisch ausgerichtet und folgt den großen Leitmotiven seines Schaffens, wie der immer wiederkehrenden Beobachtung von Schatten, Dächern und Schornsteinen oder der metaphorischen Darstellung von Gefühlen wie Melancholie. Darüber hinaus rückt sie bisher weniger bekannte Werkgruppen ins Blickfeld: Frühe Aufnahmen, die während seines Militärdienstes im Ersten Weltkrieg entstanden und die Polaroidbilder der letzten Jahre in New York. Besondere Aufmerksamkeit wird Kertészs Einfluss auf die Entstehung der Foto-Reportage in Paris ab 1928 gewidmet. Mehrere Ausgaben von „VU“, „Art et Médecine“, „Paris Magazine“ sowie verschiedene Ausgaben seiner Reportage über das Kloster der Trappisten in Soligny-la-Trappe werden in der Ausstellung zu sehen sein. André Kertész, der am 2. Juli 1894 in Budapest als Andor Kertész in einer bürgerlichen jüdischen Familie geboren wurde, träumte schon als Kind davon, zu fotografieren. Mit 18 Jahren kaufte er seine erste Kamera, eine ICA Box, die mit 4,5 x 6 cm Platten zu bedienen war. Aus dieser Frühphase stammt das Foto eines schlafenden Jungen. Während seiner Militärzeit bei der österreichisch-ungarischen Armee dokumentierte er in lakonischen Bildern den Alltag des Soldatenlebens, die langen Märsche, das Warten in den Schützengräben, die Verlorenheit des Einzelnen. Im September 1915 verwundet, entstand während seiner Genesung in Esztergom 1917 das berühmte Foto „Schwimmer unter Wasser“. In ihm scheint er mit dem von Lichtreflexen überzogenen, optisch verzerrten Körper spätere Arbeiten vorwegzunehmen. Ort Martin-Gropius-Bau Mehr:: http://www.berlinerfestspiele.de/de/aktuell/festivals/11_gropiusbau/mgb_start.php
Das XX. Jahrhundert – Menschen-Orte-Zeiten Zwei Jahrzehnte Fotosammlung am Deutschen Historischen Museum 25. Feb. bis 3. Okt. 2011
Seit zwanzig Jahren sammelt das Deutsche Historische Museum Fotografien zur Zeitgeschichte
und zum Alltagsleben. Teilnachlässe von Fotografen und Bildagenturen konnten gekauft oder
auch als Schenkungen übernommen werden. Neben diesen Erwerbungen und Übernahmen
hat das DHM künstlerisch ambitionierte Fotografie gesammelt.
Nun ist die Zeit reif für eine Präsentation des umfassenden Repertoires der Sammlung. Die
Ausstellung zeigt in über 250 Motiven die fotografischen Highlights der Sammlung von den
letzten Jahren des 19. Jahrhunderts bis zum Ende der DDR 1990 in einem chronologischen
Überblick.In Erinnerung an den 50. Jahrestag des Mauerbaus thematisiert die Ausstellung ausführlich das
am 13. August 1961 sichtbar gewordene Zeichen der deutschen Teilung und des Kalten Krieges.
Zahlreiche Fotografien verdeutlichen, wie der "Eiserne Vorhang" in Berlin Straßen und
Häuser zerschnitt und Familien auseinander riss. Ort: Pei-BauMehr: www.dhm.de
Gesichter der Renaissance 25. August bis 20. November 2011
Unter dem Titel "Gesichter der Renaissance" veranstalten die Gemäldegalerie und das Metropolitan Museum of Art 2011/12 eine Publikumsausstellung zur frühen Entwicklung des italienischen Porträts. Mit dem neu eröffneten Bode-Museum, das Wilhelm von Bode als das Berliner "Renaissance-Museum" auf der Museumsinsel konzipierte, verfügt die Hauptstadt über einen idealen Ort für dieses Vorhaben; anschließend wird die Ausstellung im Metropolitan Museum gezeigt. Das Projekt steht unter der Schirmherrschaft des Auswärtigen Amtes der Bundesrepublik Deutschland. Ort: Bode-Museum Mehr: http://www.smb.museum/smb/gesichter/
Theatertreffen 2011 6.-22.Mai 2011
Jedes Jahr im Mai versammelt das bedeutendste deutsche Theaterfestival Theaterschaffende, Journalisten und Gäste aus der ganzen Welt in Berlin. Herzstück des Theatertreffens sind die zehn „bemerkenswertesten Inszenierungen“, die alljährlich von einer unabhängigen Kritikerjury aus rund 400 Aufführungen der Saison ausgewählt werden. Ein reiches Rahmenprogramm ergänzt die Leistungsschau des deutschsprachigen Theaters: Diskussionen mit namhaften Gästen aus Kultur, Politik und Wirtschaft stellen Bezüge zwischen Theater und aktuellen gesellschaftspolitischen Themen her. Preisverleihungen, Publikumsgespräche, Premierenpartys und Konzerte locken die Theaterfans ins Haus der Berliner Festspiele.
Ort: Haus der Berliner Festspiele
Mehr: www.berlinerfestspiele.de
musikfest berlin 2. bis 20. September 2011
Das Orchesterfestival der Berliner Festspiele – veranstaltet in Kooperation mit der Stiftung Berliner Philharmoniker – bildet jeweils im Spätsommer den spektakulären Auftakt der Berliner Konzertsaison. Internationale Spitzenorchester, Instrumental- und Vokalensembles präsentieren gemeinsam mit den großen Symphonieorchestern der Stadt Berlin ein ambitioniertes Festivalprogramm mit jeweils wechselnden thematischen Schwerpunkten.
Das Orchester gehört – neben Oper, Theater und Kino – zu den komplexesten, größten und vielgestaltigsten „Maschinen“, die die abendländische Kultur zur Herstellung von Vorstellungen und Emotionen hervorgebracht hat. Die Vielfalt der heute bestehenden Orchesterformationen ist unter dem Einfluss der modernen Technologien und in Kenntnis der historischen Aufführungspraxen wesentlich zu erweitern. Mehr: http://www.berlinerfestspiele.de/de/aktuell/festivals/05_musikfest_berlin/mfb_start.php
JazzFest Berlin 3. bis 6. November 2011
Seit über vierzig Jahren wird Berlin Anfang November zur Hauptstadt des Jazz. Das JazzFest Berlin präsentiert die ganze lebendige Vielfalt dieser Musikrichtung: Die dichten, abwechslungsreichen Programme des weltweit renommierten Festivals sind gleichermaßen traditionsbewusst und progressiv. Insbesondere Bigbands und großformatige Ensembles prägen Geschichte und Gegenwart des viertägigen Konzert-Marathons, dem glänzenden Schlussakkord eines jeden Jahrgangs des Berliner Jazzlebens. Mehr: http://www.berlinerfestspiele.de/de/aktuell/
Karneval der Kulturen 10. bis 13. Juni 2011 Ort: Blücherplatz, Berlin-Kreuzberg Viertägiges Straßenfest, Karnevalsparty; Höhepunkt: Straßenumzug durch Berlin-Kreuzberg am Pfingstsonntag. Werkstatt der Kulturen Mehr: www.werkstatt-der-kulturen.de
Festival of Lights 12. bis 23. Oktober 2011 Berliner Dom, Brandenburger Tor u.a. Illuminationen von Berliner Wahrzeichen, Kunst- und Kulturveranstaltungen, Stadtrundfahrten bei Nacht, Mitternachtshochzeiten u.a. City Stiftung Berlin Mehr: www.festival-of-lights.de