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Touren durch Berlin

Tour 2: Vom Brandenburger Tor zur Museumsinsel

Preußische Bauten an der Lindenallee

Anstelle des Niederländischen Palais, das Anfang des 19. Jhs. dem König der Niederlande gehörte, wurde nach dem Krieg die Kopie des barocken Gouverneurshauses (Unter den Linden 11) errichtet. Die Freitreppe des Niederländischen Palais war das einzige Bauelement, das in den Nachfolgebau übernommen wurde. Und nebenan steht an der Ecke zum Bebelplatz als weiterer Bau aus preußischer Zeit das Alte Palais (Nr. 9) mit von Säulen bestandenem Portikus. Es wird auch Kaiserpalais genannt, hier lebte Wilhelm I. 50 Jahre lang. Heute ist es Teil der Humboldt-Universität.

Berlin: St. Hedwigskathedrale

St. Hedwigskathedrale

Die katholische St. Hedwigskathedrale am südlichen Ende des Bebelplatzes wurde 1773 als erste katholische Kirche Berlins geweiht. Ihre äußere Form lehnt sich an das römische Pantheon an, im Volksmund wird sie »umgestürzte Kaffeetasse« genannt. In unmittelbarer Nachbarschaft stößt man auf die Deutsche Staatsoper, ein Meisterwerk des Architekten Georg Wenzeslaus von Knobelsdorff. Mit großen Namen kann das Opernhaus aufwarten: Hier gab schon Enrico Caruso seine Gesangskunst zum Besten, hier dirigierten Richard Strauss und Herbert von Karajan. Mitten auf dem Bebelplatz erinnert ein Mahnmal in Gestalt leerer, in den Boden versenkter Bücherregale an die Bücherverbrennung vom Mai 1933, als Werke von Thomas Mann, Kurt Tucholsky und anderen deutschen Schriftstellern von einem Nazi-Mob den Flammen übergeben wurden.

Berlin: Prinzessinnenpalais (Kronprinzenpalais)

Das Kronprinzenpalais von der Rückseite

Hoch zu Ross entdeckt man auf der Straße Unter den Linden den preußischen Monarchen Friedrich II. . Die umliegenden Bauten der Humboldt-Universität, die Neue Wache, das Zeughaus und der Palais Unter den Linden – auch als Prinzessinnen-Palais und Kronprinzenpalais bekannt – sind weitere sehenswerte Baudenkmäler aus der Blütezeit Preußens. Im Zeughaus – einst als Waffenarsenal konzipiert – widmet man sich nach abgeschlossener Restaurierung unter dem Namen Deutsches Historisches Museum der musealen Präsentation deutscher Geschichte. Hinter dem Zeughaus befindet sich die Ausstellungshalle des Deutschen Historischen Museums, ein transparenter Bau von I. M. Pei, der Wechselausstellungen vorbehalten ist. Die nahe gelegene Neue Wache – als antiker Tempelbau trägt sie die Handschrift Karl Friedrich Schinkels – ist heute zentrale Gedenkstätte der Bundesrepublik und birgt die Plastik einer Pietá von Käthe Kollwitz.

Berlin: Neue Wache, Plastik einer Pietá von Käthe Kollwitz

Die Plastik einer Pietá von Käthe Kollwitz in der Neuen Wache

Dahinter entdeckt man einen kleinen antikisierten Theaterbau, die frühere Singakademie, das heutige Maxim-Gorki-Theater. Schinkelsche Pläne liegen der Gestaltung des Theaters zugrunde, in dessen Räumen Franz Liszt 1842 sein erstes Berliner Konzert gab.

Neue Wache
Unter den Linden 4
10117 Berlin-Mitte
Öffnungszeiten
täglich 10–18 Uhr

Deutsches Historisches Museum
Unter den Linden 2
10117 Berlin
Tel.:0 30 / 20 30 40
Öffnungszeiten
täglich 10–18 Uhr

Wechselausstellungen
Ausstellungshalle von I. M. Pei
Hinter dem Gießhaus 3
10117 Berlin
Öffnungszeiten
täglich 10-18 Uhr

 

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