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Touren durch Berlin

Tour 2: Vom Brandenburger Tor zur Museumsinsel

Dort, wo einst das Kurländische Palais der Prinzessin Amalie stand, der Schwester Friedrichs des Großen, wurde aufgrund der kriegsbedingten Zerstörung ein Neubau mit einem Ehrenhof hochgezogen, der die Russische Botschaft (Unter den Linden 55 – 65) aufnahm. Ein Kind der DDR-Architektur ist im Kern das Bürohaus für Parlamentarier (Unter den Linden 50), dessen Traggerüst beim Umbau in den 1990er Jahren mit Naturstein belegt wurde. Zudem erhielt das Gebäude ein Attikageschoss mit auskragendem Dach. Ursprünglich residierten der Hugenberg-Konzern und der Zentralrat der FDJ dort, wo heute das ZDF-Hauptstadtstudio (Unter den Linden 26-38) untergebracht ist. Die Fassadengestaltung des ursprünglich 1910 errichteten Gebäudes - man betrachte die vertikale Gliederung – wurde von der amerikanischer Hochhausarchitektur des frühen 20. Jahrhunderts inspiriert.

Berlin: Russische Botschaft

Der Eingangsbereich der Russischen Botschaft

Weiter geht es unter den Linden in Richtung Schlossinsel. Über den Berliner Boulevard schrieb Heinrich Heine: „Ja, Freund, hier unter den Linden/Kannst Du dein Herz erbaun,/ Hier kannst du beisamen finden/ Die allerschönsten Fraun. / Sie blühn so hold und sinnig / Im farbigen Seidengewand / Ein Dichter hat sie sinnig/ Wandelnde Blumen genannt. ...“ Also, Augen auf beim weiteren Flanieren!

Zu den preußischen Bauten entlang der mit Linden bepflanzten Allee gehört die neobarocke, aus Sandstein errichtete Staatsbibliothek (Unter den Linden 8). In den letzten Jahren wurde der im Krieg zerstörte, überkuppelte Lesesaal durch einen verglasten, mehrgeschossigen Kubus ersetzt.

 

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