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Sehenswürdigkeiten in Berlin

Schauspielhaus am Gendarmenmarkt (Konzerthaus Berlin)

Am Gendarmenmarkt mit seiner symmetrischen Gestaltung steht das Schauspielhaus, das vom Deutschen und Französischen Dom flankiert wird. Errichtet wurde der Theaterbau, der auf einen Entwurf Schinkels zurückgeht, zwischen 1818 und 1821. Er ersetzte das unter Friedrich d. Großen erbaute „Französische Komödienhaus“, von dem Teile wieder verwendet wurden.

Berlin: Schauspielhaus (Konzerthaus Berlin) am Gendarmenmarkt

Das von Karl Friedrich Schinkel errichtete Schauspielhaus

Der auf einen Sockel gesetzte Bau mit seiner ausladenden Freitreppe und seinem Säulenportikus lässt ohne Zweifel Schinkels Vorliebe für den antiken Tempel erkennen. Dabei war Schinkel daran gelegen, dass sein Theater vom Betrachter nur für ein klassisches Theater gehalten werden konnte: „Über den Styl der Architektur, welche ich dem Gebäude gab, bemerke ich nur im Allgemeinen, daß ich mich, so viel es ein so mannigfach zusammengesetztes Werk irgend zulassen wollte, den griechischen Formen und Constructionsweisen anzuschicken bemühte.“

Für den Betrachter wird die Dreiteiligkeit des Baus schnell erkennbar. Die Mitte des Gebäudes nahmen Foyers und Zuschauerraum sowie Bühne auf, während die Seitenflügel den Konzertsaal bzw. die Garderoben, Magazine und Proberäume beherbergen sollten. Auf Logen und den Königsbalkon wurde beim Bau nicht verzichtet. Halbkreisförmig ordnete man die 1600 Zuschauerplätze vor dem Bühnenraum an. Im Zweiten Weltkrieg zerstört, überdauerte der Schinkelbau bis 1979 als Ruine, ehe die Hülle des Schinkelschen Theaters für den Neubau eines zentralen Konzertsaals genutzt wurde. Seit 1984 erstrahlt das Schauspielhaus nun in neuem Glanze und wird als Konzerthaus genutzt. Großer Saal, Kleiner Saal, Werner-Otto-Saal und Musikclub stehen für einige hundert Veranstaltungen im Jahr zur Verfügung.

Die Figuren der Außenfassade

Der Figurenschmuck der Außenfassade geht ebenfalls auf Entwürfe Schinkels zurück und wurde von Christian Daniel Rauch und Friedrich Tieck umgesetzt.. Ganz oben am Dachfirst erkennt man Apoll, den Gott der Künste, auf einem von zwei Greifen gezogenen Gespann. Darunter ein geflügelter Eros, umgeben von heiligen Schlangen und Schwänen. Die antike Mythologie ist auch Thema der restlichen drei Giebelfelder: Am Portikus steht Niobe mit ihren sterbenden Kindern für die Tragödie, der Triumpzug von Bacchus und Ariadne am Nordgiebel symbolisieren die Komödie, die Befreiung Eurydikes aus der Unterwelt durch Orpheus steht für die Musik. Auf dem Portikus und den Seitengiebeln erheben sich die Plastiken der neun Musen.

Berlin: Schauspielhaus (Konzerthaus Berlin) am Gendarmenmarkt

Konzerthaus Berlin
Gendarmenmarkt
10117 Berlin-Mitte
Tel.: 0 30 2030 9-0
info@konzerthaus.de
Besucherservice (im Nordflügel, gegenüber dem Französischen Dom)
Öffnungszeiten
Mo–Sa 12–19 Uhr und So 12–16 Uhr
Kostenlose Rundgänge
Termine der kostenlosen Rundgänge (ca. 30 Min.): http://www.konzerthaus.de
Öffentliche Führungen
Sa 13 Uhr, Eintritt 3 €
"Café Konzerthaus", im Sommer auch draußen geöffnet

 

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