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Berge und Seen, Sport und Kultur,
Küche und Wellness -

Urlaubsland Bayern

Text: Franz-Josef Krücker

Ob Berge oder Seen, Großstädte oder urige Dörfer – Bayern hat es. Das größte Bundesland reicht von Aschaffenburg bis nach Passau, von Coburg bis ins Allgäu und zum Bodensee. Und nur im Süden ist es richtig gebirgig, mit dem höchsten Berg Deutschlands, der Zugspitze, in den Alpen. Doch schon die Landeshauptstadt München liegt inmitten einer weiten Ebene, durch die auch einer der größten Flüsse Europas zieht, die Donau. Am Rande erheben sich Mittelgebirge. Ein abwechslungsreiches Urlaubsland also.

Deutschland - Bayern - Ruhpolding

Bauernhauscafé in Ruhpolding, Foto: Judith Weibrecht

Viel erzählt man sich über Bayern und die Bayern. Aber stimmt nicht immer auch das Gegenteil? Natürlich sitzt man hier gerne im Biergarten und gönnt sich eine Maß, das Wetter ist halt meistens besser als an der Küste. Man kann sein eigenes Essen mitbringen und es sich unter den großblättrigen Kastanienbäumen gemütlich machen. Natürlich laufen einige Leute gerne in Tracht herum, vor allem zur Oktoberfestzeit, aber gleichzeitig gibt es nicht nur in München immer hochaktuelle Mode. Und natürlich spielt die Musi im Festzelt und zu den Trachtenumzügen und auf dem Chinesischen Turm im Münchner Englischen Garten, aber eine ganz andere Musik ertönt nicht nur in Bayreuth, sondern auch bei den Münchner Opernfestspielen und auf den zahllosen Sommerkonzerten in Schlössern und Burgen und unter freiem Himmel.

Deutschland - Franken - Bierkrüge

Foto: Judith Weibrecht

Viel Kultur

Bayern ist nach wie vor das beliebteste Urlaubsgebiet Deutschlands. Dafür sprechen mehr als 100 Mio. Übernachtungen (ohne Berücksichtigung der rund 40.000 Privatvermieter), das sind ein Viertel aller Übernachtungen in Deutschland. Der Freistaat hat eine unglaubliche Vielfalt zu bieten, schon allein auf dem Gebiet der Kultur: 20 Mio. Gäste besuchen jedes Jahr die 1150 Museen und Sammlungen, vom Heimatmuseum oder dem Geigenbaumuseum in Mittenwald bis zu den weltbedeutenden Sammlungen in den Münchner Pinakotheken. 200 Theater, Opern-, Operetten- und Musicalhäuser bieten das ganze Jahr über ein breit gestreutes Programm; nicht nur zu Wagner in Bayreuth, sondern auch zu den Passionsspielen in Oberammergau reisen Besucher aus aller Welt an. Etwa 45 Schlösser, Burgen und Residenzen werden allein vom bayerischen Staat verwaltet, von den Stadtresidenzen in München und Würzburg bis zu jenem Traumschloss Ludwigs II., das jeder kennt, dem Schloss Neuschwanstein.

Deutschland Bayern Neuschwanstein
Des Königs erste Fluchtburg: Neuschwanstein
Foto: Beate Schümann

Selbst bei den „Themenstraßen“ kommt man auf unglaubliche Ideen: Nicht nur der Romantischen Straße oder der Burgenstraße, sondern auch – natürlich – der Fränkischen Bierstraße und der Westallgäuer Käsestraße kann man folgen. Zudem gibt es die Glasstraße, die Porzellanstraße und die Spielzeugstraße, dazu die Straße der Kaiser und Könige und die Sisi-Straße.

In der Natur

Und in dieser Vielfalt kann man auch viel unternehmen. Sport zum Beispiel: Wandern, Radeln und Klettern im Sommer, Skifahren und Snowboarden im Winter. Man kann auf dem Bauernhof übernachten und ein großes Angebot für Kinder wahrnehmen. Die einstigen Kurorte und viele Hotels bieten inzwischen ein kaum noch überschaubares Angebot an Bädern und Wellness. Alle möglichen Transportmittel helfen bei der Bewältigung von Bergen und Tälern, Flüssen und Seen, Städten und Dörfern. Und als Übernachtungsstätten stehen Berghütten genauso offen wie Fünf-Sterne-Hotels, Ferienwohnungen in urigen Häusern wie Campingplätze mit direktem Seezugang.

 

Vielfalt der Regionen

 

Unterfranken

Wer von Norden kommt, gelangt zunächst nach Unterfranken. Spessart und Odenwald sind beste Wanderregionen mit ausgedehnten, zusammenhängenden Waldgebieten. Durch den Odenwald verläuft auch der Limes, ein römischer Grenzwall, und die deutsche Limesstraße zieht sich von Miltenberg über 400 km bis nach Regensburg. Größte Stadt der Gegend ist Aschaffenburg, und im Tal des Main ist der Weinbau das beherrschende Thema, vor allem natürlich im Fränkischen Weinland. Den Fluss entlang kann man wunderbar radeln, während der Spessart sich zum Mountainbiken anbietet.

Deutschland - Fränkisches Weinland

Das hübsche Kleinod Seligenstadt, eine der ältesten Städte Deutschlands
Foto: Judith Weibrecht

Weiter nach Osten sind die drei Heilbäder Bad Bocklet, Bad Brückenau und Bad Kissingen zu finden. Auch durch die Rhön führen zahlreiche, teils altbekannte Wanderwege und Fernwanderwege. Lukullisch präsentiert sich die Gegend unter dem Label „Qualität aus dem Biosphärenreservat Rhön“ mit speziellen Produkten von Rhönschaf, der Rhönforelle und dem Rhöner Wild. Schweinfurt ist vor allem als moderne Industriestadt bekannt, bietet jedoch auch einige historische Bauten und bedeutende Kunstausstellungen im Museum Georg Schäfer. In der Umgebung lädt der Steigerwald zum Wandern und Radfahren ein, einige Burgen und Schlösser warten unterwegs auf Entdeckung, während in der Gastronomie Wein- und Spargelanbau vorherrschen. Eine der Weinbaustädte ist Kitzingen, wo es auch ein Fastnachtsmuseum gibt.

Beherrschende Stadt Unterfrankens und des bayerischen Nordens ist zweifellos die Residenz- und Universitätsstadt Würzburg. Die Residenz gehört zum Welterbe der Unesco, aber auch die Alte Mainbrücke, die Festung Marienberg und den St.-Kilian-Dom sollte man sich nicht entgehen lassen. In der sehenswerten Altstadt finden das ganze Jahr über zahlreiche Märkte und Events statt.

 

Oberfranken

Weiter Richtung Osten wird das an Thüringen, Sachsen und die Tschechische Republik grenzende Oberfranken erreicht. Die Kreisstadt Coburg mit ihrer auf einem Felsen gelegenen Festung und ihrer mittelalterlich geprägten Altstadt veranstaltet allerdings auch jedes Jahr das größte Samba-Festival außerhalb Brasiliens. Mit dem Slogan „In Bayern ganz oben“ wirbt die ganz im Nordosten des Freistaats gelegene Stadt Hof für sich. Sie liegt an der Saale umgeben vom Fichtelgebirge und dem Frankenwald, die man vom 1921 errichteten Bismarckturm überblicken kann. Seit 1967 finden hier in der letzten Oktoberwoche auch die international bekannt gewordenen Hofer Filmtage statt. Weiter südlich befindet sich die Brauerstadt Kulmbach mit verschiedenen historischen Türmen und Kirchen und ihrem Wahrzeichen, der Plassenburg. Von der markgräflichen Residenzstadt Bayreuth kennt man natürlich am ehesten das Festspielhaus und die Wagner-Festspiele. Aber auch das Opernhaus, das Neue Schloss (aus dem 18. Jh.), die Eremitage, verschiedene Gärten und Museen locken die Besucher an.

Deutschland - Bamberg
Häuserschmuck: In barocker Pracht strahlen viele Fassaden in der
Bamberger Altstadt, Foto: Ulli Traub

In Bamberg wurde gleich die gesamte Altstadt unter den Schutz des Unesco-Welterbes gestellt, den Dom, die Rathäuser, Marktplätze, Bürger- und Zunfthäuser sowie die Fischersiedlung sollten Besucher nicht verpassen.

 

Mittelfranken

Von hier, entlang der Regnitz nach Süden, gelangt man nach Mittelfranken und in die „Metropolregion“, die sich aus Nürnberg, Fürth und Erlangen zusammensetzt. Nürnberg steht ganz im Zeichen der Burg, der Stadtmauer sowie der mittelalterlichen Bürgerhäuser und Kirchen. Berühmtester Sohn der Stadt ist Albrecht Dürer. Auf dem Parteitagsgelände der Nationalsozialisten wird aber auch an diese dunkle Zeit der Geschichte erinnert. Moderne Museen präsentieren Kunst aus den Jahrhunderten, Handwerkstradition und die Geschichte der Eisenbahn. Zwei Großveranstaltungen sind fest im Jahreskalender verankert: die Spielwarenmesse und der Weihnachtsmarkt. Und kulinarisch kommen die Würstchen auf den Teller, danach die Lebkuchen.

Deutschland - Rothenburg ob der Tauber
Blick auf den Marktplatz von Rothenburg / Tauber
Foto: Judith Weibrecht

Zentrum von Fürth ist der Grüne Markt, und besonders stolz ist man auf die 2000 Denkmäler in der Stadt. Erlangen ist vor allem als Universitäts- und Industriestadt bekannt und hat sich zum Ziel gesetzt, die „Medizinstadt“ Deutschlands zu werden.
Auf eine mehr als tausendjährige Geschichte blickt die Bezirkshauptstadt Ansbach zurück, in der sich auch das merkwürdige und traurige Leben des Kaspar Hauser ereignet hat. Beherrscht wird die Stadt von der Markgräflichen Residenz.
Weiter nach Westen wird es sehr romantisch entlang der Romantischen Straße. Sie kommt aus Würzburg und reicht bis nach Füssen, doch hier im Tal der Tauber mit Rothenburg, Feuchtwangen und Dinkelsbühl ist sie vielleicht am romantischsten. Östlich dieser Region liegt das Fränkische Seenland zwischen den Städten Gunzenhausen und Roth. Auf dem Altmühlsee und dem Brombachsee verkehren Passagierschiffe, aber man kann sich auch mit Segelboot oder Surfbrett aufs Wasser begeben.

 

Bayrisch-Schwaben

Bleiben wir im Westen Bayerns und dringen weiter nach Süden vor, so liegt Bayerisch-Schwaben vor uns, eigentlich ein Widerspruch in sich selbst. Die Altstadt von Nördlingen, das in einem gigantischen Meteoritenkrater liegt, ist gut erhalten und vollständig von einer begehbaren Stadtmauer umgeben, von der aus man beste Ausblicke nach drinnen und draußen hat, den weitesten Blick bietet allerdings der „Daniel“, der Turm der St.-Georgs-Kirche. Entlang der Donau geht es nach Günzburg und weiter nach Neu-Ulm, das noch in Bayern liegt, während Ulm sich bereits in Baden-Württemberg befindet.

Deutschland - Günzburg
Bäcker aus Lego im Legoland bei
Günzburg, Foto: Hilla Finkeldei

Größte und kulturell bedeutendste Stadt der Region ist aber Augsburg. Die von den Römern gegründete Stadt spielte in der Renaissance und im Rokoko eine große Rolle, auch wirtschaftlich, wofür vor allem die Fugger standen. Auch die Bischöfliche Residenz und der Dom sind sehenswert. Einer der berühmtesten Söhne der Stadt ist Bertolt Brecht, Kinder finden Spaß mit der Augsburger Puppenkiste.

Ganz im Südwesten Bayerns liegt das Allgäu mit den Städten Memmingen, Kaufbeuren, Kempten, Lindau am Bodensee, Sonthofen, Pfronten und Füssen. Noch mehr erfreut das Auge allerdings die wellige Voralpenlandschaft mit Gewässern wie dem Forggensee, Hopfensee, Grüntensee und Alpsee. Im Sommer bieten sich hier vielfältige Wander- und Radfahrmöglichkeiten, im Winter stehen Skifahren, Snowboarden und ähnliches auf dem Programm. Höchster Berg ist das Nebelhorn mit 2224 Metern.

 

Oberpfalz

Im Osten des Landes müssen wir noch einmal weit nach Norden zurückkehren, um in die Oberpfalz zu gelangen. Vom Naturpark Steinwald über den Oberpfälzer Wald bis zum oberen Bayerischen Wald in der Umgebung von Cham zieht sich eine gebirgige, bewaldete Landschaft entlang der tschechischen Grenze. Weiter westlich beherrscht das bayerische Jura die Szenerie. Die Täler von Laaber und Naab, aber auch von Bächen wie Lauterach, Sulz und Altmühl mäandern durch romantische Landstriche. Auch die Städte verbreiten einen gemütlichen Charme, wie etwa das historische Amberg mit Wassertor, Zeughaus, gotischem Rathaus und der alten Veste oder Weiden mit seinem von Giebelhäusern umgebenem Marktplatz, dem alten Rathaus mit Glockenspiel, der Stadtmauer mit ihren Toren sowie der barocken evangelischen Stadtkirche St. Michael.

Als am besten erhaltene mittelalterliche Stadt Deutschlands wurde Regensburg 2006 in die Liste des Unesco-Welterbes aufgenommen. Rund 1200 historische Bauwerke finden sich in der Altstadt, von einer römischen Festung über die Steinerne Brücke bis zum Dom und den zahlreichen Bürgerhäusern. Die Brücke wurde im 12. Jh. errichtet, als die Stadt an der Donau Zentrum des Fernhandels zwischen Paris, Venedig und Kiew war. Bereits 1245 erhielt Regensburg die Stadtrechte und blieb bis 1803 Freie Reichsstadt. Von 1663 bis 1806, als das Heilige Römische Reich Deutscher Nation aufgelöst wurde, tagte der „immerwährende Reichstag in der „mittelalterlichen Hauptstadt“. Heute ist Regensburg eine Stadt mit viel Geschichte, einer gemütlichen Altstadt und viel Grün am Fluss.

Ausflüge führen zum Schloss Thurn und Taxis, zum Donaudurchbruch, zur Walhalla, einem vom bayerischen König Ludwig I. im 19. Jh. errichteten klassizistischen Bauwerk zu Ehren der „rühmlich ausgezeichneten Teutschen“, oder zur Befreiungshalle in Kelheim, die ebenfalls Ludwig I. in Erinnerung an die Kriege gegen Napoleon bauen ließ.

 

Niederbayern

Weiter im Süden, ebenfalls an der Grenze zu Tschechien und später Österreich, befindet sich Niederbayern mit dem Bayerischen Wald im Osten, einem ausgedehnten Naturschutz-, Wander- und Radfahrgebiet. Weit ins Land schauen kann man in Straubing von den historischen Türmen; den Stadtplatz hingegen umgeben wunderbar gepflegte Giebelhäuser, und direkt an der Donau steht das trutzige Herzogschloss mit seinem Rittersaal. Auch Kirchen und Klöster sowie der Friedhof von St. Peter sind sehenswert.

Landshut wurde im 13. Jh. als Hauptsitz der Wittelsbacher gegründet und war im Mittelalter für seine Baumeister, Bildschnitzer, Bronzegießer, Harnischmacher und Glockenschmiede berühmt. Der 131 m hohe Martinsturm, der ganz aus Ziegeln erbaut ist, sowie die Burg Trausnitz sind bis heute Wahrzeichen der Stadt. Im 16. Jh. wurde nach norditalienischem Vorbild der Renaissancepalast der Residenz erstellt. Und natürlich blieben in der Altstadt auch Bürgerhäuser und Kirchen erhalten.

Auch kleinere Städte wie Deggendorf und Dingolfing haben ihre Reize. Groß ist zudem die Anziehungskraft der Drei-Flüsse-Stadt Passau. An der Burg Niederhaus fließt die Ilz in die Donau, und nur wenig weiter mündet der Inn ebenfalls in die Donau. Hoch über der Stadt auf dem Georgsberg liegt hingegen die Veste Oberhaus aus dem 13. Jh. als Residenz der Fürstbischöfe. Hoch gelegen ist auch der Dom St. Stephan mit der größten Domorgel der Welt, der 1662, nach einem verheerenden Stadtbrand, mit opulentem Barockstuck wieder aufgebaut wurde. In der Bischöflichen Residenz sind die kirchlichen Reichtümer zu betrachten, doch auch moderne Museen bieten Kunst und Kunsthandwerk. Und ein Schiffsausflug bis hinein nach Österreich darf in der so stark vom Wasser bestimmten Stadt nicht fehlen.

 

Oberbayern

Die südöstliche Ecke Bayerns heißt Oberbayern, mit der Landeshauptstadt München im Zentrum. Doch von Norden kommend quert man zunächst das Altmühltal mit der uralten Universitätsstadt Eichstätt. Das gesamte Tal eignet sich hervorragend zum Wandern und Radeln. Der nächste markante Fluss ist die Donau mit dem für seine Autos, aber auch für seine Altstadt bekannten Ingolstadt.
Der Altstadtberg von Neuburg a. d. Donau – der allerdings nur rund 20 m hoch ist – soll schon vor 3000 Jahren besiedelt gewesen sein. Doch auch Römer siedelten hier, und im 10. Jh. war der Ort „stadtähnlich“. Aus späterer Zeit sind bis heute zahlreiche Renaissancebauten erhalten, die mit der Flussszenerie ein harmonisches Bild ergeben.

Deutschland - Altmühltal
Fossilienfund aus dem Altmühltal, Foto: Rainer Heubeck

Etwas weiter südlich liegt ein bekanntes Spargelanbaugebiet rund um Schrobenhausen. Richtung Osten hingegen werden Pflanzen angebaut, ohne die die bayerische Lebensart undenkbar wäre: Die Holledau ist das größte zusammenhängende Anbaugebiet für Hopfen in Deutschland. Und ohne Hopfen gäb’s kein Bier. Noch nördlich von München liegt die Bischofsstadt Freising mit einer landwirtschaftlichen Universität an jenem Ort, an dem schon vor tausend Jahren Bier gebraut wurde. Nicht weit entfernt, im Erdinger Moos, breitet sich der zweitgrößte Flughafen Deutschlands aus.

Nordwestlich von München liegt Dachau, in dessen ehemaligem Konzentrationslager in beeindruckender Weise an eine schreckliche Zeit der deutschen Geschichte erinnert wird.

Südwestlich von München hingegen schließt sich das Fünfseenland an: Gemeint sind damit Starnberger See, Ammersee, Pilsensee, Wörthsee und Weßlinger See. Weiter südlich heißt die Gegend Pfaffenwinkel: Der Dorfpfarrer von Raisting soll im 18. Jh. den auf seinen eigenen Berufsstand bezogenen Begriff geprägt haben. Und tatsächlich gibt es hier zahlreiche Klöster und Wallfahrtskirchen, von denen die Wieskirche als eines der vollendetsten Kunstwerke des bayerischen Rokoko gilt und unter dem Schutz der Unseco steht.

Und noch weiter südlich gelangt man in die Zugspitzregion, in der Bergsteigen und Skifahren in allen Variationen angesagt sind. Hier liegen einige der bekanntesten bayerischen Ferienorte, von Murnau am Staffelsee mit seiner kunstgeschichtlichen Vergangenheit über Oberammergau und Ettal bis nach Garmisch-Partenkirchen und Mittenwald am Fuß des Karwendelgebirges.

Deutschland - Murnau
Blick auf ds verschneite Murnau, Foto: Elke Sturmhoebel

Direkt südlich von München schließt sich das Tölzer Land an, das von den Vorstädten der Metropole bis zur österreichischen Grenze reicht. Außer Bad Tölz finden sich hier Kochelsee und Walchensee und weiter südlich einige hervorragende Skigebiete wie Lenggries und die Jachenau. Auch weiter östlich liegen einige bekannte Seen, etwa der mondäne Tegernsee und der ursprünglichere Schliersee, von dem aus es über eine Serpentinenstraße hinauf zum Spitzingsee geht. Weiter nach Osten schließt sich das Rosenheimer Land an, mit dem Einkaufszentrum Rosenheim, einigen Kurorten und zahlreichen traditionellen Dörfern im Inntal.
Und dann lockt auch schon das „bayerische Meer“, der Chiemsee. Mit dem Rad kann man ihn an einem Tag umrunden und immer neue Ausblicke auf die Landschaft, von Norden aus auch auf die Alpen und die Inseln im See genießen. Zu diesen Inseln, der Herreninsel und der Fraueninsel, mit ihren Schlössern und Gärten, gelangt man gemütlich mit den auf dem „Meer“ verkehrenden Dampfern. Die wellige Landschaft von hier nach Osten, bis zur Grenze mit Österreich, wird Chiemgau genannt. Größte Stadt ist Traunstein, und die bekanntesten Orte sind das Eissportzentrum Inzell und der Bergort Reit im Winkel.

Nördlich des Chiemgaus liegt die nach den beiden Flüssen benannte Region Inn-Salzach mit dem bekannten Wallfahrtort Altötting und der Grenzstadt Burghausen, die durch ihr alljährliches Jazzfestival zu Ehren gekommen ist. Und südlich des Chiemgaus, ganz im Südosten der Bundesrepublik, schließt sich noch das Berchtesgadener Land an. Seit alter Zeit wird hier Salz gewonnen, was man in Bad Reichenhall anschaulich vorgeführt bekommt. Größter Ort der Region ist Berchtesgaden, von wo aus es nicht weit bis zum herrlichen Königssee ist.



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