Abheben und Schweben mit dem Wind

Ein letzter Gruß an das Verfolgerfahrzeuge und Freunde
und
Bekannte, die es vorgezogen haben, am Boden zu bleiben
Nun geht es Schlag auf Schlag. Der Pilot gibt die Kommandos und einer
nach dem anderen nimmt seinen Platz im Korb ein. Die Bodenleine wird gelöst
und mit sanftem Druck geht es in Richtung Himmel. Ein letzter Gruß nach
unten. Schon bald wirkt das Verfolgerfahrzeug wie ein Spielzeugauto auf
der Modelleisenbahn. Problemlos bringt der 36 Meter hohe Ballon seine Last
in die Höhe. Insgesamt kann er bis zu 1.900 Kilogramm tragen. Aber
ganz so schwer ist die Fracht in diesem Fall nicht. Korb und Ballon selbst
bringen es auf rund zwölf Zentner und die acht Passagiere inklusive
Fotoausrüstungen und Pilot werden noch mal an die sechshundert Kilogramm
beisteuern.
Tausend Fuß, also rund dreihundert Meter, sind erreicht. Ein leichter Windzug sorgt für Fahrt. Mit dem Wind schwebt der Ballon über die kleinen Dörfer am Boden. Gestartet unweit von Fehrbellin zieht er langsam seine Bahn Richtung Nordosten. Wenn der Brenner schweigt, zieht Ruhe ein. Aus den kleinen Gehöften hört man das Bellen der Hunde und der Pilot erzählt die eine oder andere Ballonfahrergeschichte aus seinem zehnjährigen Erfahrungsschatz. Immerhin ist er Jahr für Jahr, je nach Wetter zwischen 100 und 120 Fahrten mit Passagieren über Brandenburger Landen unterwegs. Zeigt sich das Wetter längere Zeit von seiner schlechten Seite, ist das auch schlecht für seine Stimmung. Heute jedoch strahlt er mit der Abendsonne um die Wette.

Die Passagiere genießen das einmalige Erlebnis
Seite 1 / 2 / 3 / 4 / 5 / 6 (Infos) / zur Startseite