Tage des Wartens sind vergangen. Immer wieder stand die heiß ersehnte Ballonfahrt auf dem Plan und immer wieder war es der nicht abflauende Wind, der die Mitteilung durchs Handy brachte „Tut uns leid, bei dem Wetter können wir nicht aufsteigen.“ Doch nun ist es endlich so weit. Die Zeiger der Uhren gehen Richtung 19 Uhr und acht mutige, künftige Ballonfahrer lassen sich, den Ballonkorb umringend, der soeben mit vereinter Kraft aus dem Anhänger gerollt wurde, vom Piloten für das große Abenteuer der nächsten Stunden einweisen.

Wichtig für künftigen Ballonfahrer:
komplexe Einweisung in den Ablauf
Alles sieht kinderleicht aus, doch gibt es mancherlei zu beachten. Risikolos ist eine Ballonfahrt nicht, aber wenn man sich während des Aufbaus und der späteren Luftreise an das hält, was der Pilot sagt, kann eigentlich nichts schief gehen. Während die Passagiere „gebrieft“ werden, wie es so unschön, Fontane würde im Grabe rotieren, auf neudeutsch heißt, kümmert sich der Fahrer des am Boden bleibenden Verfolgerfahrzeugs um die Ballonhülle. Keine leichte Angelegenheit. Immerhin gilt es die fünf Zentner schwere Hülle auf ihrer vollen Länge auf der Startwiese auszubreiten. Er ist also nicht böse, als ihm fleißige Hände zu Hilfe kommen.

Heiße Luft gibt dem Ballon die Form
Kaum ist die Hülle ordentlich vorbereitet, wird ein mächtiger Ventilator angeworfen. Mit ihm wird in die sechstausend Quadratmeter große Ballonhülle Luft hinein gepresst. Denn nur wenn bereits ein genügend großer Hohlraum vorhanden ist, können die Gasbrenner ihre heißen Schwaden hinein blasen, ohne die Ballonhülle zu verbrennen. Mit Spannung verfolgen die künftigen Ritter der Lüfte und zahllose Schaulustige, wie der Ballon an Form gewinnt und durch den einsetzenden Zustrom glühendheißer Luft allmählich nach oben steigt.
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