DAS PORTAL DEUTSCHSPRACHIGER REISEJOURNALISTEN

Kronborg: Trutzburg und
elegante königliche Residenz


Schloss Kronborg, Helsingør, Dänisches Fremdenverkehrsamt,
Fotograf: Bob Krist

Vor den Toren von Helsingør – wie Roskilde auf Seeland und nördlich von Kopenhagen gelegen – erblickt der Besucher die Schlossburganlage Kronborg. Sie wachte einst über den Schiffsverkehr auf dem Öresund zwischen Schweden und Dänemark und diente dem Eintreiben von Zöllen und Steuern, die passierende Schiffe zu entrichten hatten.

Kronborg ist Trutzburg und elegante königliche Residenz zugleich. Von der Stadtseite her kann man die wehrhafte Anlage nur über ein Ravelin, das Außenwerk einer Festung, erreichen. Will man in das Innere der Festungsanlage vordringen, betritt man eine Brücke, die zum so genannten Kronværkporten führt. Dieses monumentale Sandsteintor ist der einzige Durchbruch durch die massiven Bastionen, die die Anlage schützen. Zur Seeseite wurden so genannte Batterien errichtet, von denen Geschütze auf feindliche Schiffe abgefeuert wurden. Um das Renaissanceschloss wurden nochmals Bastionen erbaut, die teilweise von einem Wassergraben umschlossen sind.


Segelschiff vor Schloss Kronborg - Helsingör,
Dänisches Fremdenverkehrsamt, Fotograf: Bob Krist

Vorbild für Shakespeare

Wer an Kronborg denkt, denkt auch an den legendären dänischen Prinzen Hamlet, der von Saxo Gramaticus vor mehr als acht Jahrhunderten in „Gesta Danorum“ erstmals erwähnt wurde. Die Geschichte dieses Prinzen wurde mit Zudichtungen und Ausschmückungen weitergegeben und vom englischen Dramatiker William Shakespeare um 1600 in seinem „Hamlet“ in Verbindung mit Kronborg gebracht. Jahr für Jahr zieht es Abertausende auf dieses dänische Schloss, auch um im Sommer die Hamlet-Aufführungen zu verfolgen. Doch für die meisten Dänen hat Kronborg noch eine weit wichtigere Bedeutung: „Kronborg Steuerbord zu haben“, heißt für sie, nach Hause zu kommen.


Schloss Kronborg, Rittersaal - Helsingör,
Dänisches Fremdenverkehrsamt, Fotograf: John Sommer

Die Geschichte dieses Schlosses geht auf das frühe 15. Jahrhundert zurück, als unter Erich von Pommern eine erste Befestigungsanlage erbaut wurde. Deren Ausbau erfolgt von 1574 bis 1585. Doch das Bollwerk gegen den Feind war nicht unüberwindbar, gelang es den schwedischen Truppen doch 1658 die Festungsanlage zu besetzen. Nach Abzug der fremden Truppen ging man ans Werk und verstärkte Kronborg. Der legendäre "Hamlet" trat erstmals 1816 in Kronborg in Erscheinung.


Schloss Kronborg, Schlosskirche - Helsingör,
Dänisches Fremdenverkehrsamt, Fotograf: John Sommer

Ein Meilenstein in der Geschichte des Schlosses bedeutete 1923 die Wiederherstellung der Anlage aus der Zeit von Frederik II. und Christian IV. Seit 1938 sind die repräsentativen Räume des Schlosses öffentlich zugänglich, ob nun der Ballsaal oder die königlichen Gemächer. Auch die unterirdischen Kasematten können besichtigt werden. Hier schlummert der steinerne Holger Danske, von dem es heißt, er würde erwachen und sein Schwert zücken, sollte Dänemark von Feinden angegriffen werden. Sehenswert sind sieben um 1580 von Frederik II. in Auftrag gegebenen und in Antwerpen gewobene Wandteppiche, die nicht weniger als 113 dänische Regenten zeigen - neben Frederik II. sind dessen Sohn, der spätere Christian IV. und eine Reihe legendärer Könige zu sehen. Bis 2010 soll Kronborg zu einer der wichtigsten touristischen Attraktionen Seelands und als internationaler Ausstellungsort ausgebaut werden.

Seite 1 / 2 / 3 / 4 (Infos) / zur Startseite



Reiseinformationen zu diesem Reiseziel

Reiseveranstalter Dänemark

Reiseveranstalter Grönland




home | Länder A - Z | Reiseführer | Länderinfos | Kulinarische Reisen | Städtereisen Deutschland | Urlaub in Deutschland
Reiseführer Kopenhagen | Kurzreiseführer Jütland | Reiseführer Berlin | Reiseführer Bremen | Reiseführer Dresden

 

Twitter
RSS