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Urlaub in Thy (Dänemark)

11 Tipps für Individualisten und Neugierige

 

 

Tipp Nr. 11: Hanstholm

Hafen von Hanstholm

Beinahe rund um die Uhr herrscht im Hafen von Hanstholm Betrieb: Fischerboote laufen ein oder aus, und morgens um 7 Uhr wird bei der Fischauktion der frisch gefangene Fisch verkauft. Und natürlich kann man im Hafen auch als Tourist hier herrlich frischen Fisch erstehen. Ein guter Platz für alle, die eine geschäftige Hafenatmosphäre lieben.

Festungsanlage von Hanstholm

Den Wahnsinn des deutschen Nationalsozialismus kann man in und um Hanstholm besondern hautnah erleben. Bereits auf dem Weg in die Stadt sieht man rechts der Küstenstraße in den Dünen die Reste der so ganannten „Ersten Batterie“ aus dem 2. Weltkrieg. Man kann hier die Reste von 19 großen Bunkern durchstöbern, die einen Teil des Atlantikwalls darstellten. Auf jeden Fall einen Besuch wert ist die Festungsanlage von Hanstholm samt angeschlossenem Dokumentationszentrum, auch wenn die Batterie von Hanstholm während des Krieges nie zum Einsatz kam.

Leuchtturm von Hanstholm

Wer einen weiten Blick über die Stadt und das Naturschutzgebiet genießen möchte, dem sei ein Besuch das alten Leuchtturms empfohlen, der auch bestiegen werden kann und aus der Mitte des 19. Jhs. stammt. Angeschlossen ist eine Touristeninformation, ein kleines Café sowie eine Kunstausstellung dänischer Gegenwartskünstler.

Blick vom Bulbjerg

Blick vom Bulbjerg Richtung Hanstholm

Ausflug zum Bulbjerg

Wer Hanstholm besucht, sollte einen Abstecher zum Bulbjerg ins Auge fassen. Diesen 35 km entfernten einzigen Vogelfelsen Dänemarks kann man von hier aus in einer halben Stunde erreichen. Von der Spitze des 47 Meter hohen Kalksteinfelsens (Parkplatz mit Toilette, kleine Ausstellung über Natur- und Kulturgeschichte des Bulbjergs) kann man einen weiten Blick über die Küstenlinie und die Küstenschutzpflanzungen genießen. Bunkerreste und Betonplatten erinnern auch hier an die deutsche Besatzungszeit. Hunderte Paare von Dreizehenmöwen haben sich den steilen Felsen als Brutplatz ausgesucht, und auch der seltene Eissturmvogel ist hier zu finden. Unterhalb des Felsens ist jedoch Vorsicht angebracht: immer wieder sind hier gefährliche Erdrutsche zu verzeichnen, die tonnenschwere Brocken ins Meer befördern. Einen Besuch wert sind auch die umliegenden Küstenschutzpflanzungen und die seltenen Dünenheiden, die unter Naturschutz stehen. Sie sind von zahlreichen gekennzeichneten Wander- und Fahrradrouten erschlossen.

Möwen am Bulbjerg

 

Mehr zu Thy bei Schwarzaufweiss

Auch unsere Kollegin Hilke Maunder war im Nationalpark Thy unterwegs: Sie berichtet in ihren Reportagen von ihren Erlebnissen zwischen Agger und Hanstholm und hat sich auf den Spuren der deutschen Geschichte in Hanstholm umgesehen. Wer mehr über die gesamte Halbinsel Jütland erfahren möchten, der folgt der Rundreise Zwischen Legoland und Dünenstrand unseres Kollegen Dirk Schröder.

Praktische Tipps

Die Ferienregion Thy liegt im Nordwesten Dänemarks und ist z.B. von Hamburg aus in ungefähr 5 Stunden zu erreichen (450 km). Ferienhausurlaub steht hier besonders hoch im Kurs, das Angebot verschiedener Veranstalter ist sehr groß.

Umfassende Informationen über den Nationalpark Thy bietet die deutschsprachige Seite des Nationalparks.

Einen besonderen Tipp wert ist die auch in deutscher Sprache erhältliche Broschüre „Auf den Spuren des Nationalparks Thy – Ein Fahrrad- und Wanderführer“. Auf knapp 90 Seiten erhält man hier ausführliche und kompetente Informationen über die Sehenswürdigkeiten des Nationalparks sowie zahlreiche praktische Tipps. Zur Broschüre gehören mehrere Fahrrad- und Wanderkarten mit Routenvorschlägen, so dass man eine präzise Orientierung vor Ort hat.

 

 



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