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Sønderborg

Die Entdeckung der Hyggeligkeit

Text und Fotos: Hans-Jürgen Fründt

Was soll man von einem Grenzübergang halten, von dem gesagt wird, er sei der kleinste der Welt? So recht unsympathisch kann einem das doch wohl nicht sein, eher schon typisch hyggelig. Was das nun wieder sei? Dazu gleich mehr. Besagter Grenzübergang trennt Deutschland und Dänemark. Oder besser gesagt: verbindet. Denn wer hier seinen Weg zum Nachbarn sucht, kommt nicht in böser Absicht. Will nichts schmuggeln, hat es nicht eilig. Will neugierig hinüberschlendern, oder radeln. Autos können hier nicht fahren, denn viel mehr als eine kleine Holzbrücke über einen schmalen Bach ist er nämlich nicht. Übrigens ist dies die einzige Brücke zwischen Deutschland und Dänemark! Gerade mal breit genug, dass sich zwei geschobene Räder nicht berühren. Früher, als das Schengen-Abkommen noch nicht galt, standen auch hier Grenzbeamte auf Posten. Aber nur dreimal die Woche und auch nur im Sommer. Das Ganze hatte also schon damals etwas Folkloristisches. Ein wenig versteckt liegt er obendrein, in Flensburgs Norden am Ausläufer der Flensburger Förde. Die Flensburger Förde schlängelt sich über fast 50 km von der Ostsee kommend ins Land, die Grenze verläuft mitten durchs Wasser.

Dänemark - Sönderborg - Annies Kiosk

Wer hier hinüberspaziert, landet drüben in einem schönen Buchenwald, dem Kollund Skov. Auch dort lässt es sich ruhig spazieren, immer mal wieder erhascht der Blick die durch die Bäume durchblitzende Förde. Vielleicht aber war es früher doch nicht ganz so friedlich, denn hier im Wald kontrollierten Gendarmen. Deren ehemaliger Patrouilleweg ist heute zu einem Wanderweg umfunktioniert, dem sogenannten Gendarmenweg. Der zieht sich unmittelbar entlang der Küste und garantiert dem Wanderer die schönsten Blicke über die Förde.



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