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12 Prozent Gefälle hinunter zum Fjord

Kolding ist eine Kleinstadt mit fast siebenhundert Jahren Historie auf dem Buckel. Aber es ist nicht viel davon erhalten, in den industriell geprägten Außenbezirken gar nichts. Also ab ins Zentrum, das wie so oft in dänischen Städten von einer angenehmen Fußgängerzone geprägt wird - mit dem sozialen Mittelpunkt, dem Platz Akseltorv. Sehenswert ist hier die St. Nicolaikirche aus dem 13. Jahrhundert und das Koldinghus, eine Burg, die ursprünglich aus dem Jahr 1268 stammt und lange Zeit sogar Königssitz war.

Dänemark Ostseeradweg am Kanal

Weiter geht es Richtung Fredericia und Vejle. Zunächst auf keiner sonderlich idyllischen Strecke. Das ändert sich erst kurz vor der Hafenstadt Fredericia. Diese muss in voller Länge durchfahren werden. Sie ist heute Hafen- und war früher Festungsstadt, und damit sind auch die beiden wichtigsten Sehenswürdigkeiten genannt. Natürlich neben dem netten Ortskern und der - richtig! - Fußgängerzone.

Nach dem Passieren von Fredericia wird es einsamer. Über mehrere Kilometer führt der Weg durch Felder, nähert sich mal der Küste und schwenkt doch häufiger wieder weg. Kurz vor Vejle bietet er dann eine echte Herausforderung, denn es geht durch ein Waldgebiet mit teilweise ziemlich heftigen Steigungen. Der Clou aber kommt zum Schluss: eine Abfahrt auf einer stärker befahrenen Straße mit stolzen 12 Prozent Gefälle hinunter zum Fjord! Wer dies geschafft hat, atmet auf und radelt dann auf die unübersehbare Autobahnbrücke zu. Kurz nach deren Unterquerung wird dann Vejle erreicht. Neben der reizvollen Lage am Fjord bietet die Stadt nicht übermäßig viel Spannendes, natürlich die obligatorische Fußgängerzone, eine Kirche aus dem 13. Jahrhundert und zwei Museen. Mit anderen Worten: gut zum gemütlichen Bummel, weniger animierend zum Bleiben.

Dänemark Ostseeradweg Durch die Felder

Also weiter Richtung Horsens. Wer dem Radweg folgt, radelt bis dorthin genau 82 Kilometer. Es geht durch eine reizvolle Landschaft, und schließlich wird sogar ein größerer Urlaubsort erreicht, Juelsminde, wo ein schöner Strand zum Entspannen lockt. Die restliche Strecke bis Horsens schlägt ein paar Haken und Zacken, man wird mal zum Wassre geführt, dann wieder ins Hinterland und schließlich geht es durch ein Waldgebiet hinein nach Horsens. „Stadt der Museen“ wird der Ort (55.000 Einwohner) auch genannt, mehrere Ausstellungen dokumentieren die wechselvolle Geschichte. Im 10. Jh. lebten hier am Fjord die Wikinger, später prägten Großkaufleute das Bild. Es folgten Kirchen, Klöster und Schlossbauten, bis im 19. Jahrhundert die Industrie einzog. Dies alles kann im innerstädtischen Kern nacherlebt werden, vor allem im Horsens Museum am Sundvej, das die Historie des Ortes dokumentiert.



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