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Am nächsten Tag soll es viel besser kommen!

Nach dem ausgedehnten Frühstück fallen uns die zehn Kilometer bis Bredstenbro leicht. Eine sehr schöne Etappe, vorbei an dicht bewachsenem Ufer, die Wasseroberfläche ist wie von einem Teppich mit weiß blühenden Blumen überzogen. Als Oase der Ruhe empfinden wir nach der letzten Nacht den Campingplatz Gudenå, der nahe der Brücke direkt an der Flussbiegung gelegen ist. Die Autos auf der entfernten Straße sind kaum zu hören und den Kanuten steht gleich vorne am Wasser eine breite Zeltwiese zur Verfügung. "Kriegen wir ein Eis?" ertönt es fast gleichzeitig aus dem Mund der beiden Bootsmänner, als wir angelegt haben. Gleich hinter dem Laden entdecken die Kinder noch einen aufregenden Spielplatz mit Trampolin, Rutschen und, und, und... Als unsere jungen "Bootsmänner" den Swimmingpool entdecken sind sie nicht mehr zu halten. So fällt die Mittagspause etwas länger aus als geplant. Nur mit viel Überredungskunst können wir die Beiden bewegen, zur zweiten Tagesetappe einzusteigen.

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Buchstäblich im Zickzack fahren wir jetzt über die Gudenå: mal scharf links, dann wieder rechts, Schilf und Moore zu beiden Seiten. Manchmal hängen die Erlen so dicht über dem Wasser, dass man sich darunter verstecken kann. Plötzlich eine künstliche Engstelle, eine kleine Brücke und bald schon weitet sich der Fluss wieder. Bei einer Gabelung mussten wir uns schnell entscheiden. "Steuerbord" schreie ich Johann zu, doch bald schon stelle ich meinen Fehler fest: "Mist, es wird immer seichter, der Boden schabt unter dem Kiel, wir sitzen fest!". "Schnell Johann, funk den anderen, dass sie backbordseitig die Insel umschippern sollen!" "Wiking I, Wiking I" höre ich Johann in sein CB-Funkgerät sprechen. "Was ist los?" kommt die Reaktion aus dem Äther. "Fahrt bloß nicht hinter uns her. Wir sitzen fest. Versucht es links von der Insel. Ende." So erweisen sich die handlichen Walki-talkis doch als sehr nützlich. Während wir unser Kanu durch das seichte Wasser ziehen und staken, schwimmt Wiking I flott in der Strömung an uns vorbei.

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Die Gudenå wird bald so breit wie ein See. Etwas versteckt entdecken wir am rechten Ufer die Landungsstelle des Camping Vestbirk. Noch ehe die Zelte stehen, haben die Kinder den großen Pool entdeckt, die Trampolins und anderen Spielmöglichkeiten und waren bis zum Abendessen nicht mehr zu sehen. Im Kiosk erstehen wir nicht nur Lebensmittel, sondern kaufen auch noch ein Bündel Brennholz, um die "Pølse", die knallig roten Bockwürstchen, zu grillen und gönnen uns einen Rotwein.
Wie überall auf den Camps entlang der Stecke wird erwartet, dass die Bootsfahrer sich an der Rezeption anmelden und den Obolus für die Nacht zahlen.



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