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Start der Tour in Tørring

Erst vor wenigen Stunden hat uns Lars die beiden Mietkanus auf den Campingplatz gebracht. In dem kleinen Städtchen Tørring besteht die erste Möglichkeit, den mit 160 Kilometern längsten Fluss Dänemarks zu befahren. Es ist Montag, doch wir sind heute nicht die einzigen, die hier ihre Boote zu Wasser lassen. Lars gibt uns noch einige Tipps zum Steuern des Kanadiers, empfiehlt uns das schwere Gepäck in der Mitte zu verstauen und mit einer langen Schnur zu sichern. Schließlich erinnert er noch an die Schwimmwesten. Wir machen mit ihm einen Tag für das Ende unserer Tour aus, damit er die Boote abholen kann und markieren die Plätze auf der Landkarte, wo wir die Kanus deponieren können. Für den Rücktransport haben wir uns beim Campingwart schon ein Busfahrplan geholt. Beinahe hätte Lars vergessen, uns die Fahrerlaubnis zu geben. Diese Bescheinigung braucht jeder Kanufahrer, der durch das Naturschutzgebiet im Oberlauf paddeln möchte.

Bei Tørring mäandert die Gudenå zwischen Wiesen dahin. Am Ufer grasen Kühe und Pferde, zwischendurch quert eine Entenfamilie unseren Weg. Doch wir haben jetzt keinen Blick für diese Idylle um uns herum, fordert doch das Manövrieren der Kanus unsere volle Konzentration. Der seichte Fluss ist in seinem Oberlauf schmaler noch als die Kanus lang sind und so stecken wir mal vorn im Schilf, mal sitzen wir hinten fest. "Christiane, nun lenk doch mal richtig. Du musst das Paddel früher einsetzen" kommentiert Marie mit ihren 12 Jahren die ersten Versuche ihrer Mutter, das Kanu durch den schmalen Fluss zu manövrieren. "Oh nein, das kann ja was werden" murmelt sie leise vor sich hin. So manche Flüche durchbrechen in der ersten Zeit die Stille und meine gut gemeinten Ratschläge heben auch nicht gerade die Stimmung. Doch wer als Neuling im Kanadier diese Passage gemeistert hat, den kann auf den weiteren Abschnitten nichts mehr aus der Ruhe bringen.

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Campingplätze sind manchmal bequem
am Flussufer gelegen

Nach acht Kilometern entdeckt unser Junior, der als Späher vorne sitzt, den ersten Rastplatz an der Brücke nach Åle. Er ist schön angelegt mit Feuerstellen und Zeltmöglichkeit direkt am Ufer. Doch es ist erst früher Nachmittag und keiner von uns kann sich so recht entscheiden, den ersten Tag im Kanu jetzt schon zu beenden. So bleibt es bei einer kurzen Pause, einem Schluck Tee aus der Thermoskanne und einer Energiespritze in Form kleiner Mars. Die einstimmige Entscheidung, zum nächsten Zeltplatz weiter zu paddeln, erwies sich a genial, denn der Aale-Teldplads befindet sich abseits der belebten Landstraße 185. Outdoor – Romantik kommt heute Abend am Lagerfeuers auf.



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