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Zu den wiederkehrenden Motiven Pedersens gehören Vogelwesen, goldene Segelschiffe, Sternenblumen oder maskenhafte Gesichter wie in „Graues Vogelpferd“. Wie Asger Jorn und andere CoBrA-Mitglieder verstieg sich auch Pedersen in das Groteske, suchte die Maskerade des Menschen ins Bild zu rücken, Träumereien und Albträume in eine entsprechende Bildsprache zu übertragen. Bizarr und skurril wirken Themen wie in „Pferde mit Stern“ – zwei plump gemalte Pferde, die sich um einen roten Stern einfinden. Bisweilen erscheinen die von Pedersen gemalten Wesen der Welt entrückt, so in „Traum“ und in „Sonnenmann“. Allen Gemälden gemeinsam ist jedoch der Hang zu leuchtenden Farben und schroffen Kontrasten. Da dringt ein Sonnengelb gegen ein tiefes Marineblau, strahlt ein Tomatenrot in eine dunkelblaue Umgebung, mediterranes Himmelblau und durchscheinendes Goldgelb sind weitere bevorzugte Farben Pedersens.

„Subdued Blue“


Ein eigenwilliges Flugwesen im Skulpturenpark von Herning

Gänzlich im Kontrast zur Märchenwelt Pedersens stehen die expressiv-abstrakten Landschaftsmotive von Else Alfelt, die in ihrer Malweise an Feiningers Prismenmalerei und an Teile des deutschen Informel erinnert. So hat auch ihr Gemälde „Lüneburger Heide Wilsede“ nichts mit dem Ort im engeren Sinne zu tun. Vielmehr gleicht es einem Mahlstrom in überwiegenden Blaunuancen mit einigen grünen und rostigen Einsprengungen. Und beim Aquarell „Tunesien“ tanzen allerlei Sonnenflecken über die in vielerlei Gelb und Orange scheinenden „Wüstendünen“. An einen vom Sturm gebeutelten Nadelwald erinnert „Kromozyd, coboltgrøn“, während „Subdued Blue“ vor unseren Augen den Reigen von im Wind stehenden Seglern an uns vorbeigleiten lässt.


Begegnen wir hier einer abstrakten "Liegenden" ?
- Beobachtungen im Skulpturengarten von Herning

Wer von der expressiven Farbenvielfalt noch nicht gesättigt wurde, der kann sich die Sammlung des Herning Kunstmuseums anschauen, die zum Teil der Leidenschaft des Fabrikanten Angli zu verdanken ist. Kern der Sammlung ist dänische und internationale Kunst der 1950er und 1960er Jahre. Namen wie Richard Mortensen, aber auch Piero Manzoni, Asger Jorn, Egill Jacobsen, Jean Dewasne und Victor Vaserely bürgen für Qualität. Und doch fällt die Präsentation gegenüber dem Konvolut lebensfroher expressiver Arbeiten Alfelts und Pedersens ab. Unbedingt sollte man sich den Skulpturengarten anschauen. Neben Henry Heerups „Sechs Granitskulpturen“ und Peter Bonnéns „Eisenskulptur in zwei Teilen“ findet man Arbeiten von Piero Manzoni und Svend Wig Hansen sowie weiterer dänischer und internationaler Künstler.


"Eine Schleife" im Kontrast zum Grün des Laubs -
Skulpturengarten von Herning

„Ein weißes C“

Wer von Herning aus gen Osten fährt, kommt nach Ikast, einem Städtchen mit Sinn für öffentliche Kunst. Vier Kunsttouren führen Besucher zu Skulpturen im öffentlichen Raum, auf Plätzen, in Vorgärten, an Hauswänden, in öffentlichen Grünanlagen.

Wer von Herning aus gen Osten fährt, kommt nach Ikast, einem Städtchen mit Sinn für öffentliche Kunst. Vier Kunsttouren führen Besucher zu Skulpturen im öffentlichen Raum, auf Plätzen, in Vorgärten, an Hauswänden, in öffentlichen Grünanlagen: Bekannte Künstler sind mit ihren Werken vertreten, so Per Kirkeby mit seinem aus rotem Klinker erbauten „Haus in Ikast“, das einem historistischen Mausoleum gleicht. Unweit des Schwimmbades „sprießen“ rostrote Eisenplatten aus dem Rasen. Diese Skulptur von Peter Bonnén erinnert an die Ewigkeit eines jüdischen Friedhofs und trägt auch den entsprechenden Titel.


Peter Bonnéns "Jüdischer Friedhof":
Mahnung und Erinnerung


Wellen an der Bibliothekswand:
Ein Werk von Jørn Larsen

Einem riesigen versteinerten Schmetterlingstorso gleicht Erland Knudssøn Madsens Werk „Der hvide C“, das in einer Grünanlage hinter dem Bakkethuset zu finden ist. Die Wand der Bibliothek schmückt die ungebrochene Wellenlinie von Jørn Larsen, der auch für die moderne Innengestaltung des UNESCO-Welterbes Jelling-Kirche verantwortlich ist, und vor dem Einkaufszentrum erhebt sich Bjørn Nørgårds „Architektonisches Element II“ (siehe unten).

Leider ist die Broschüre mit den vier vorhandenen Kunsttouren nur in Dänisch verlegt worden. Sie sollte man jedoch bei Ikast Turistbureau erwerben, will man noch weitere Kunstwerke im öffentlichen Raum aufspüren. Und das lohnt sich!

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