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Die Stichflamme von „Elia“


Ingvar Cronhammars "Elia"

Einen gänzlich anderen Kunstgenuss verspricht Herning. Am Stadtrand wölbt sich eine begehbare Halbkugel mit vier „Pfeilern“ aus dem Erdreich. „Elia“ nennt der Bildhauer Ingvar Cronhammar dieses überwältigende Kunstwerk. 32 Meter hoch erhebt sich das Bauwerk, das an die Gestalt eines Atommeilers anknüpft. Die Ideen zu dem gigantischen Kunstbau kam Cronhammer beim Lesen des Zweiten Buchs der Könige, in dem von der Himmelfahrt des Propheten Elias auf zwei feurigen Rossen die Rede ist. Aus allen vier Himmelsrichtungen ist „Elia“ über Stufen zu besteigen. Oben angekommen kann man nicht nur einen Panoramablick genießen, sondern auch ins Dunkel der gewaltigen Skulptur blicken. In die Säulen mit roten „Kuppeln“ und Blitzableitern schlägt bei Unwetter der Blitz ein, hallt das Grollen des Donners in dem tiefen Schacht wider, der ins Innere reicht. Und von Zeit zu Zeit speit „Elia“ selbst Feuer: Per Zufallsgenerator wird alle 18 Tage aus dem Inneren eine Stichflamme für eine Sekunde emporschießen. Wenn sich allerdings Menschen auf der Skulptur aufhalten, wird es dieses Schauspiel dank moderner Sensortechnik nicht zu sehen geben.


Detailansicht der Malerei von Carl Henning Pedersen
am Pedersen-Alfelt-Museum

Nur wenige Schritte sind es von diesem Spektakel zur Carl-Henning-Pedersen-Märchenwelt. Ein wichtiger Teil des umfangreichen Museumskomplexes, der aus dem Pedersen-Alfelt-Museum, dem Herning Kunstmuseum und dem Skulpturenpark besteht, ist seit 1976 dem Lebenswerk von Carl-Henning Pedersen und Else Alfelt gewidmet. Zu sehen sind Gemälde, Keramiken, Glasmalerei und Aquarelle. Wesentliche Teile der im Bestand befindlichen 4000 Werke sind der Schenkung Pedersens zu verdanken. Kreisrund ist das Pedersen und Alfelt gewidmete Museum, neben dem ein in Schieflage geratenes, an einen Berggipfel erinnerndes Prisma emporragt. Dieses teilweise aus Glas, teilweise aus Keramik bestehendes Prisma ist, wie auch das Pedersen-Alfelt-Museum, mit traumhaften Welten bemalt.


Die Museumsscheibe des Pedersen-Alfelt-Museum

Vor dem Haus blickt die eulengesichtige Skulptur eines Sehers auf die vorbeischreitenden Besucher. Die runde Form des Museums nimmt übrigens die bereits an diesem Ort zuvor existierenden Kreisformen des Skulpturengartens und des Angli-Fabrikgebäudes auf. Letzteres ist nun das Herning Kunstmuseum.

„Das Rad des Lebens“

Wer die jeweils im Frühjahr wechselnde Präsentation von Werken Pedersens und Alfelts sehen möchte, betritt die „Museumsscheibe“ und begibt sich dann in das Untergeschoss mit der großen Ausstellungsgalerie. Aber schon die Außenhaut verrät Phantasie und Schaffenslust des heute hochbetagten, zumeist in Südfrankreich lebenden Pedersen. Er gestaltete den 90 Meter langen Fries seines Museums mit mehr als 1000 bemalten Kacheln. Dieser Fries korrespondiert in Gestaltung und in der Wahl der Farbigkeit mit dem Innenhoffries des heutigen Herning Kunstmuseums, das Pedersens 220 Meter großen Fries „Das Rad des Lebens und das Spiel der Phantasie“ schmückt.


Pedersens „Das Rad des Lebens und das Spiel der Phantasie“

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