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Odense - die sehenswerte Hauptstadt der Insel Fünen

Andersen.jpg (13765 Byte)Wer kennt sie nicht: die Prinzessin auf der Erbse, den tapferen Zinnsoldaten, den kleinen Däumeling und wie sie alle heißen, die Märchen aus der Feder Hans Christian Andersens. Der weltberühmte Dichter, der eigentlich ein Ballettstar werden wollte, ist in Odense als Sohn eines armen Schusters geboren. Das niedrige Wohnhaus in der Altstadt ist Ziel unseres heutigen Tagesausflugs. Im Gänsemarsch ziehen wir von Vitrine zu Vitrine, in denen Exponate aus dem Leben und Wirken des Ehrenbürgers gezeigt werden. Gelangweilte Kinderaugen leuchten in der Bibliothek wieder auf, wo sich Märchenbücher in allen Sprachen stapeln.

Das kleine Haus schräg gegenüber ist symbolisch durch ein dickes Tau fest mit dem Boden verankert. Der Grund: innen baumeln viele bunte Flensted-Mobiles, die auf dänisch sehr treffend "Urør" (Unruhe) genannt werden. Jedes Teil wird in Handarbeit gefertigt und pfiffig verpackt. Wie uns Ole Flensted erzählt, fing alles vor 40 Jahren mit dem Taufgeschenk für seine Schwester an. Inzwischen ist aus dem Hobby ein ausgefüllter Beruf geworden. Das dem Familienunternehmen die Ideen nicht ausgehen, zeigt ein immer breiteres Sortiment.

FlenstedtMobile.jpg (18545 Byte)Zur Mittagspause kehren wir in "Den Gamle Kro" anno 1683 ein. Die Wände des mit Abstand schönsten Gasthofs auf unserer Reise ziert die Patina vergangener Jahrhunderte. Kros wurden im Mittelalter als offizielle Herbergen für Reisende auf Anweisung Königin Margrethe I. (14./15. Jh.) an den wichtigsten Verbindungsstraßen des Landes gebaut. Traditionell wird hier "Smørebrød" angeboten. Die lange Liste der phantasievollen Namen macht uns die Auswahl nicht gerade leicht. Unter "Smørebrød" verstehen die Dänen schon lange keine ordinären Butterbrote mehr. Meist sind es hoch aufgetürmte Kunstwerke der dänischen Küche, die ohne Messer und Gabel nicht mehr zu managen sind. Mit dem "Dyrlegens Natmad" (Abendessen des Tierarztes) habe ich mir nach langem Suchen den Klassiker ausgewählt, der in seinen Hauptbestandteilen aus Salzfleisch und Leberpastete besteht, verziert mit rohen Zwiebeln. In einer Verschnaufpause schiele ich etwas neugierig auf den Teller meiner Nachbarin, die gerade einen "Røget Ål" (geräucherter Aal) mit Rührei und Schnittlauch vorsichtig seziert.

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Unseren Hunger nach Kunst stillen wir anschließend in der Kleiderfabrik, besser gesagt der ehemaligen Kleiderfabrik, in der jetzt ein dänisches Druckerei- und Pressemuseum sowie ein Museum für Fotokunst eingerichtet wurde. Dank dieses vorbildlichen Beispiels der Restaurierung und Umgestaltung konnte ein Stück Industriearchitektur für die Nachwelt erhalten werden. Für alle Sehenswürdigkeiten reicht ein Tag in Odense längst nicht aus. Bei einem Kaffee im Biografen, der "Scene-Kneipe" der Stadt, planen wir schon eifrig unseren nächsten Fahrradurlaub in Dänemark...



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