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Auf der Halbinsel Tinganes geht ein älteres Paar in Färöer-Tracht durch die Altstadt mit ihren perfekt restaurierten, rostbraunen Holzhäusern.

Dänemark Färöer Insel Holzhaus
Die rostbraunen Holzhäuser sind ein Wahrzeichen der Altstadt

Vor einem alten Warenhaus an der Landspitze hält es inne. Hier residiert das Färöische Parlament Løgting. Alljährlich nach der Sommerpause wird die älteste Volksvertretung Europas mit einem großen Festakt feierlich eröffnet. Nach einer fünfjährigen „Test“-Trennung vom Mutterland genießen die achtzehn Inseln im Atlantik seit 1948 als selbständiges Mitglied im dänischen Reichsverbund eine gewisse Autonomie, die vielen Färöern noch nicht weit genug geht. Bislang sichern neben der Fischerei, die 97 Prozent der Exporteinnahmen garantiert, dänische Subventionen das Überleben. Doch eine neue Einnahmequelle ist in Aussicht: Erdöl. Erste Offshore-Bohrungen sind vielversprechend.

Die Symbolik von Kette und Brücke

An diesem Sonntag ist der kleine Platz vor den alten Handelshäusern im Hafen dicht besetzt. Männer und Frauen haben sich abwechselnd an die Hände gefasst und eine symbolische Kette gebildet. Ein Vorsänger singt die Verse, die Tanzenden fallen beim Refrain ein. Dann erhebt das erste Paar seine Hände und bildet eine Brücke für die nachfolgenden Tänzer. Immer neu wiederholt sich die Symbolik von Kette und Brücke, mal schreiten die Tänzer würdevoll voran, dann wieder stampfen sie laut auf. Der traditionelle Kettentanz steht auch auf dem Programm des Färöischen Abends im Nordischen Haus. Eine Stunde lang unterhalten Reigentanz und dänisch-färöische Gedichte, dann laden kleine Teller mit Walfleisch, Lachspaté und Schafswurst ein, landestypische Spezialitäten zu entdecken. Aus dem Zapfhahn fließt Föroya Bjór, das landeseigene Lager.

Dänemark Färöer Insel Siedlung
Auch hier wird die Geschichte der Färöer Inseln lebendig gehalten

Die wohl ungewöhnlichste Begegnung mit Färöer Kultur bietet Kapitän Birger Enni. Am frühen Nachmittag legt der Endvierziger mit seinem Gaffelschoner „Nordlysid“ am Osthafen ab, schippert entlang von Streymoy an die Südwestküste von Hestur und lässt ausbooten. In schnellen Zodiacs reiten die Gäste über die Wellen hin zu haushohen Höhlen. Kaum ist das letzte Boot im Innern der Grotte, erklingt eine Klarinette. Tief rauschend antwortet die Brandung. Beim „Concerto Grotto“ verbinden sich Musik und Meer zu einem fast mystischen Gleichklang.



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