Im Regenwald, da regnet´s halt
Ein Abenteuer-Trip in den Dschungel von Costa Rica
Text und Fotos: Hans-Jürgen Fründt
Der Regenwald von Costa Rica ist nicht gerade ein bevorzugter Lebensraum für Mitteleuropäer. Und doch zieht es viele von uns hinein in diese exotische Welt. Abenteuer hat sie allemal zu bieten, allerdings auch ein ganze Menge Unannehmlichkeiten und Beschwernisse. Doch gehen wir einfach los - mit Carlos auf Urwald-Tour.
Hack, hack, ratsch! Dreimal saust die Machete durch die Luft, dann ist die Liane ab. Carlos grinst. Er kennt sich aus: „Im Dschungel brauchst du nur eine Machete zum Überleben, mehr nicht.“ Sprach’s und fragt in die Runde, wo man denn jetzt wohl Trinkwasser herbekäme: hier, mitten im tiefsten morastigen Dschungel, irgendwo im Nordosten von Costa Rica. Ratloses Schulterzucken. Das ahnte Carlos bereits. Drei Hiebe und ab ist die Liane.

Durst gelöscht!
„Hier gibt’s Wasser!“ Die Gruppe staunt nicht schlecht. Carlos hebt den Strunken hoch, hält ihn etwas schräg und tatsächlich! Zunächst leicht tröpfelnd, dann schon etwas flotter, fließt Wasser aus der armdicken Liane. Einfach den Kopf darunter halten, Mund aufsperren und trinken. So einfach ist das, wenn man sich auskennt. Wer aber kennt sich schon aus im Regenwald? Jedenfalls als Nordeuropäer, als Gringo?

Der Urwald-Trip kann beginnen ...
Um diese Lücke zu schließen gibt es in Costa Rica reichlich Angebote für drei- bis viertägige Kurztrips in den Dschungel. Alles inklusive, mit abendlichem Affengebrüll, morgendlichem Krokodilegucken und eben einem Fußmarsch durch die „grüne Hölle“. Jedenfalls ein bisschen. Kaum ein Land hat dazu bessere Voraussetzungen als Costa Rica. Die natürliche Vielfalt der Flora und Fauna auf einer derart kleinen Fläche sucht ihresgleichen. Die Regierung hat etwa ein Viertel der gesamten Staatsfläche unter Naturschutz gestellt.
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