Die Halbinsel Kassandra
Von einer Halbinsel zu sprechen, entspricht eigentlich nicht der Wahrheit. Denn kurz vor Potidea durchsticht ein Kanal den westlichsten Finger an seiner engsten Stelle, die moderne Brücke läßt Inselgefühl jedoch nicht aufkommen. Auf einer modernen und gut ausgebauten Küstenstraße läßt sich eine Rundtour um Kassandra unternehmen, einen ganzen Tag sollte man sich dafür allerdings Zeit nehmen.

Während an der Ostküste die lebhaftesten Orte und die meisten großen Hotelanlagen zu finden sind mit Kallithea als dem unumstrittenen Zentrum, vor allem während der Abend- und Nachtstunden geht es im Westen etwas beschaulicher zu.

Doch von allen Orten aus lassen sich Wanderungen unternehmen in das von Pinien und Kiefern bedeckte Hinterland, wie zum Beispiel in das Bergdorf Kassandrino, wo die Tavernen auf hungrige und durstige Wanderer eingestellt sind. Auf großartige Reste der vieltausendjährigen Siedlungsgeschichte der Kassandra müssen "Hobbyarchäologen" allerdings verzichten, auch wenn in mehreren Dörfern Spuren von Befestigungsanlagen die Jahrhunderte überdauert haben.