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Hinein in den Mangrovenwald

Bis vor wenigen Jahren hat der Sultan sich und sein Reich von der Außenwelt abgeschottet. Jetzt, wo andere Einnahmequellen ins Wanken geraten, soll der Tourismus in Schwung kommen und mehr Geld ins Land bringen. Da heißt es Anziehungspunkte zu schaffen, die Besucher aus nah und fern anlocken.

Sultanat Brunei Floßfahrt
Der schnellste Weg durch den Regenwald: per Boot

Die Mär vom märchenhaften Reichtum des Sultans und die Suche nach seinen Spuren reichen allein nicht mehr aus. „Sicher können wir hier in Brunei selbst kein Programm für 14 Tage oder gar drei Wochen bieten,“ unterstreicht Harun Kurt Eichbauer, der sich seit über zehn Jahren um das zarte Pflänzchen Tourismus kümmert. „Dafür ist unser Land einfach zu klein. Doch als Ausgangspunkt für ungewöhnliche Touren im Brennpunkt zwischen Malaysia und den Philippinen liegt Brunei geradezu ideal.“

Eine Aussage, die sich dem Gast bereits beim Besichtigungsbummel in der Hauptstadt bestätigt hat. Das Straßennetz in und um Bandar Seri Begawan sowie zu anderen größeren Städten des Landes kann sich, ebenso wie das deutlich verbesserte Nahverkehrsnetz, durchaus mit europäischen Maßstäben messen. Touristische Anziehungspunkte wie zum Beispiel der Jerudong Park, ein typischer „Micky-Maus-Freizeitpark“, sind damit problemlos zu erreichen.

Sultanat Brunei Langhäuser
Die Langhäuser der Punans

Die wahre Faszination von Brunei erschließt sich jedoch erst mit Boot und Jeep. Auf dem Wasserweg gelangt man gleichermaßen in den Mangrovenwald von Seligerong, der zur Zeit mit Hilfe eines Stegprojektes für die Touristen zugänglich gemacht wird, wie auf dem Belait Fluss aufwärts bis zu den alten Langhäusern der Punans. Dieser Stamm, der seine Wurzeln im Regenwald Borneos hat, lebt noch heute weit ab der Zivilisation seine traditionelle Riten. Dort vergisst man die Suche nach dem reichsten Mann der Welt recht schnell.

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