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Rätselhafte Steine in Carnac

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Trotz Nachhilfeunterricht durch Asterix und Obelix mit ihren Hinkelsteinen stehen wir den 5000-6000 Jahre alten Steinen doch etwas ratlos gegenüber. Um Carnac, das zur Steinzeit neben Stonehenge offensichtlich das bedeutendste megalithische Zentrum Europas war, begegnen wir Steinalleen, die sich über Kilometer erstrecken, auf Schritt und Tritt; entdecken mächtige Dolmen und komplett erhaltene Grabhügel. Am Ortsrand von Carnac haben Archäologen den Kirchenhügel St. Michel als megalithischen Tumulus entlarvt. Während hier und im sehenswerten Cairn von Gavrinis dem Besucher der Gebrauch als Grabstätte noch sehr einleuchtend erscheint, reichen die Theorien zu den Steinreihen und Menhiren vom Fruchtbarkeitskult bis zu astronomischen Beobachtungsstationen und liefern immer wieder neuen Diskussionsstoff. Der größte Menhir Frankreichs »Locmariaquer« liegt zerbrochen am Eingang zum Golf von Morbihan nahe der Pointe de Kerpenhir. Zusammengenommen messen die drei Teile stattliche 20 m. Die Verfechter der Astrologietheorie sehen in ihm den Mittelpunkt eines ausgeklügelten Beobachtungssystems.
Dass die Attraktionen aus der Steinzeit zum Schutz vor den vielen Tausend Besuchern jedes Jahr eingezäunt wurden, schmälert unsere Begeisterung nicht.

Um auf den Spuren der Megalithiker zu wandeln, wählen wir als Stützpunkt die Halbinsel Quiberon. Während sich auf der Ostseite der Landzunge ein Badestrand an den anderen reiht, hat die Brandung im Westen über Jahrtausende einen bizarren Küstenstreifen geschaffen. Übertroffen in der Südbretagne nur noch von der Côte Sauvage auf der vorgelagerten Belle Ile. Die größte der bretonischen Inseln macht ihrem Namen alle Ehre und bietet sich mit ihren handlichen Dimensionen geradezu als Tagesausflug an. Für die Inselerkundung wählen wir unsere Fahrräder und setzen von Quiberon mit der Fähre über. So läßt sich die schroffe Westseite bequem in einem Tag erkunden und es bleibt noch genügend Zeit für Picknickstops an der Pointe des Poulains und den Steilfelsen der Cotonbucht.

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Straßenmusiker in Vannes

In der attraktiven Stadt Vannes am Golf von Morbihan sind wir als Wohnmobilurlauber willkommen. Wenige Kilometer vom Zentrum auf der Ile de Conleau finden wir einen speziellen Stellplatz und können vor dem Campingplatz unser Reisemobil mit Frischwasser auftanken. Abends bummeln wir dann durch die Altstadt, die uns mit mittelalterlichen Fachwerkhäusern im Kathedralenviertel in den Bann zieht. Im Restaurant »Le Sarrasin« lassen wir uns buchstäblich auf den Stadtmauern mit Crêpes und Galettes verwöhnen.
Das Angebot an Golfrundfahrten, das wir am nächsten Tag nutzen möchten, reicht in Vannes vom kleinen Ausflugsboot bis zum verglasten Restaurantschiff mit Kerzenscheindinner.

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