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"Jeder Stein, den ich betrete, ist ein Stück stehengebliebene Zeit." (Emílio Moura)

Die Goldfunde in Minas Gerais hatten einen entscheidenden Einfluss auf die wirtschaftliche und politische Entwicklung in ganz Brasilien. Die Aktivitäten verlagerten sich vom Nordosten weiter in den Süden, und eine Folge davon war die Verlegung der Hauptstadt von Salvador do Bahía nach Rio de Janeiro im Jahre 1763. Das Städtchen Mariana, nur wenige Kilometer von Ouro Preto entfernt, hatte vor allem während der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts einen entscheidenden Anteil am Aufschwung von Minas Gerais. Eindrucksvoll ist dort besonders die Praça Pinheiro mit den beiden rechtwinklig zueinander stehenden spätbarocken Kirchen São Francisco do Assis und Nossa Senhora do Carmo. Gegenüber befindet sich die "Casa de Câmara e Cadeia", in deren Untergeschoss das Gefängnis untergebracht war. Die oberen Stockwerke beherbergten die Verwaltung. Bemerkenswert ist die von zwei Seiten her aufsteigende Freitreppe, die in ihren Formen und Proportionen an Gebäude im nördlichen Portugal erinnert.

Brasilien / Minas Gerais - Casa de Câmara e Cadeia
Casa de Câmara e Cadeia

Eine Besonderheit in Mariana ist die oberhalb der Stadt gelegene Basílica de São Pedro dos Cléricos, die von hohen Palmen umgeben ist. Von dieser Kirche, erbaut im Jahre 1753, hat man einen vollkommenen Überblick über die gesamte Stadt, die sich zwischen zwei Flussläufen harmonisch in das Tal einpasst.

Brasilien / Minas Gerais - Mariana

"Ab und zu findet man ein Pflanze, deren Wurzeln vollständig von Diamanten bedeckt sind." (Oswaldo França Junior)

Diamantina liegt abseits der viel besuchten historischen Städte von Minas Gerais. Es verdankte seinen Reichtum auch nicht dem Gold, sondern den in diesem Winkel des Landes entdeckten Diamanten. Das Städtchen besitzt einen eigenen Charakter, der es deutlich von den anderen Barockstädten unterscheidet.

Brasilien / Minas Gerais - Diamantina 1
Blick auf Diamantina

Die Gebäude sind kleiner und bescheidener, die einheitliche Architektur hat aber auch hier bis heute fast unverändert überlebt. Die Kirchen sind relativ schlicht konstruiert, erbaut aus Holz und "taipa de pilão", einem besonderen Lehmgemisch. Ihre bunten Farben leuchten hell im klaren Sonnenlicht der einsamen Gebirgslandschaft, in der sich der Ort versteckt hält.




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