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Das Leben in den Palafitas

An Bord knacken sich die Leute derweil beim Plausch Paranüsse, benannt nach dem Teilstaat, der so heißt wie der riesige Fluss, über den wir schippern. Parà stammt wie so viele Regionalbegriffe aus der Indianersprache und bedeutet großes Wasser. Noch sind wir den Ufern erfreulich nahe, müssen dies für Beobachtungen nutzen, schulen das Auge am Fernglas für die vielen besonderen Details. Am Morgen starten - mit enormem Krach - ganze Papageienschwärme von ihren Schlafbäumen, fliegen gelegentlich sogar über unsere "Gaiola". Kanus voller Kinder passieren, sie wollen zur Schule. Immer wieder Mangrovenwälder und an den Ufern Palafitas, Pfahlbauten aus Brettern oder Palmstroh, einzeln oder in ganzen Siedlungen.

Brasilien / Pfahlbau

In der Nähe fischt der Vater Krabben oder zielt mit der Harpune, mit Pfeil und Bogen vom Kanu aus auf einen Fisch, während seine reichliche Nachkommenschaft, nicht selten zehn, zwölf und mehr Kinder pro Familie, splitternackt vom Steg der Hütte begeistert in den Fluss hüpft. In dem es ja eigentlich, wie man hörte, von Piranhas wimmeln soll. Daneben spülen Frauen in großen Aluminiumschüsseln Geschirr, schlagen Wäsche über Steine. Getrocknet wird alles auf Zäunen, die nicht nur in Amazonien häufig aus Stacheldraht sind; Klammern braucht man deshalb nicht.

Brasilien / Fischer




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