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Reiseinformationen zum
Nationalpark Serra do Caparaó

Ibitirama ist mit dem öffentlichen Bus gut von Rio de Janeiro (ca. 8 Stunden Fahrtzeit) oder auch von Sao Paulo (ca. 14 Stunden Fahrtzeit) aus zu erreichen. Von Ibitirama fahren Busse und lokale Taxis ins 20 Kilometer entfernte Dorf Santa Marta.

Reiseunternehmen steuern das Gebiet bislang nicht an. Doch zusammen mit der lokalen Umweltschutzgruppe Voldema entsteht zur Zeit in Santa Marta ein sozial verantwortliches, Dorforientiertes Öko-Tourismusentwicklungsprojekt namens "Casa Modelo". Ziel ist es, eine falsche Tourismusentwicklung mit Hotelburgen zu verhindern, und stattdessen die lokale Bevölkerung an Tourismusentwicklung und Tourismuseinnahmen teilhaben zu lassen, in dem diese z.B. den Urlaubern Unterkunft in Privatzimmern sowie landestypische Verpflegung zur Verfügung stellen. Dabei wird sichergestellt, daß die Natur nicht unter dem sich entwickelnden Tourismus leidet. Im Gegenteil: Die Umweltsituation des Dorfes - fehlende Abwasseranlagen, unökologischer Kaffee-Anbau, usw. soll verbessert werden.

Erste Übernachtungsmöglichkeiten in Privatzimmern sind bereits vorhanden. Unterkunft finden die Urlauber auch im Projekthaus "Casa de Modelo", einem traditionellen Haus mitten im Dorf Santa Marta, das mit den Tourismuseinnahmen nach und nach als Modelhaus ökologisch umgebaut werden soll.

Weiter Infos: Norbert.suchanek@online.de

Hinweise für eine Bergtour zum Pico da Bandeira:
Für die Bergregenwald-Tour unbedingt notwendig sind: Festes Schuhwerk und reißfeste, langärmelige Kleidung, einen Rucksack und einen warmen Schlafsack für das Camp unterhalb des Gipfels. Malaria-Prophylaxe ist nicht notwendig, denn sie kommt in der Region der Mata Atlantica Südostbrasiliens nicht vor. (Bitte trotzdem vorher in den Tropeninstituten München oder Hamburg aktuelle Informationen einholen.) Zu empfehlen ist allerdings die Gelbfieberimpfung, die bisher nur für Amazonien zwingend notwendig war. Aber erste Gelbfieberfälle traten 2001 und 2002 auch wieder in Südostbrasilien auf, so daß nun in ganz Brasilien Gelbfieber nicht mehr auszuschließen ist.

Info: Atlantischer Regenwald
Die Region des Atlantischen Regenwaldes von Brasilien ist seit 1993 als Biospärenreservat (MAB) von der UNESCO anerkannt. Seitdem gilt das Küstenregenwaldgebiet nicht nur als das mit artenreichste Ökosystem Lateinamerikas, sondern auch als das bisher größte Biosphaerenreservat der Erde. Viele der Tier- und Pflanzenarten in des in Brasilien Mata Atlantica genannten Ökosystems sind überdies endemisch: Rund 40 Prozent der Säugetier-, 50 Prozent der Vogel- und 55 Prozent der Pflanzenarten gibt es nur im Atlantischen Regenwald und sonst nirgendwo mehr auf der Welt. Die Mata Atlantica, die einst eine Fläche von rund 1,3 Millionen Quadratkilometern bedeckte und seit der Kolonisierung Südamerikas auf weniger als 100.000 Quadratkilometer reduziert wurde, ist aber auch gleichzeitig ein dicht besiedelter Lebensraum des Menschen. Rund zwei Drittel der über 170 Millionen Einwohner Brasiliens leben in dieser Region. Die größten Städte Brasiliens - wie Sao Paulo, Rio de Janeiro, Salvador und Porto Alegre - sind von den Wasserreserven des Atlantischen Bergregenwaldes abhängig.

Länderinformation: Espiríto Santo
Espiríto Santo ist der nördlichste und ärmste Bundesstaat im Südosten Brasiliens. Bei brasilianischen Urlaubern ist er wegen seiner schönen Strände wie bei Guarapari berühmt. Auch die große Düne von Itaunas und die von Meeresschildkröten aufgesuchten Strände im Norden Espiríto Santos ziehen bisher fast nur einheimische Touristen an. Itaunas ist ein weiterer "Polo de Ecoturismo". International gesehen fristet Espiríto Santo allerdings hinter seinen Nachbarstaaten Rio de Janeiro, Minas Gerais oder Bahia eher ein "Mauerblühmchendasein". Die Einwohner des Landes nennen sich Capixaba.

Vitória:
Vitória, die Hauptstadt des Landes, ist für sich genommen bereits eine Reise wert. Sie wurde 1551 an der Küste der inselreichen Bucht von Espiríto Santo, rund 500 Kilometer nördlich von Rio entfernt, errichtet. Heute breitet sich Vitoria auf einem Archipel von 33 Inseln mit einer Gesamtfläche von 89 Quadratkilometern aus. Im Stadtgebiet finden sich nicht nur etliche gute Restaurants, historische Gebäude und Strände, sondern auch mehrere kleinere Naturreservate und größere Schutzgebiete wie die Ilha do Lameirao in denen die ursprüngliche Mangroven- und Regenwaldvegetation erhalten ist. Rund um die neun Quadratkilometer große Estacao Ecologica Municipal ILha do Lameria fangen traditionelle Fischer zwischen den Mangroven vor allem Krabben, die Basis für Moquequa, einem traditionellen Gericht der Capixaba. Weitere Informationen bei: Prefeitura de Vitória, Fax 0055-27-3258393, E-Mail semma@vitoria.es.gov.br




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