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Botswana im Überblick

Botswana gilt als der Inbegriff des wilden Afrika. Nur wenige Gebiete in der Achse Gaborone/ Francistown sind bewohnt, der große Rest des gewaltigen Landes gehört der Tierwelt. 100.000 Elefanten leben in Botswana, 50.000 allein im Chobe National Park. Die grauen Riesen, die andernorts ihrer kostbaren Stoßzähne wegen von Wilderern gnadenlos verfolgt worden waren, hatten in Botswana nichts zu befürchten. Das Land ist aufgrund der riesigen Diamantenvorkommen sehr reich, was bedeutet, dass ein jeder Botswaner ein gutes Ein- und Auskommen hat - ohne sein Leben durch Elfenbeinjägerei finanzieren zu müssen.

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Doch kommt man nicht allein der Elefanten wegen nach Botswana - obwohl sie einem im Busch auf Schritt und Tritt begegnen - alle Wildtierarten Afrikas sind in Botswana zu Hause. Und das in einer Umgebung, die in ihrer wilden Großartigkeit ein Pendant sucht. Namen von National Parks und Game Reserves wie Moremi, Savuti, Nxai Pan, Ngami, Mabuasehube, Kgalagadi, Sowa, Tshane und Tsodilo Hills klingen in den Ohren von Naturfreunden wie das berühmte Dorado, und um hier die Wildtiere in ihrem natürlichen Lebensraum zu sehen, kommt man meist in kleinen Fliegern hierher. Um in den Magkadigkadi Pans die Spuren wilder Tiere auf den Oberflächen der ausgetrockneten Salzseen zu verfolgen, nomadisierenden Bushmen zu begegnen und während der hiesigen Regenzeit bei einem der fast täglichen Gewitter (gegen 17 Uhr) die geballte Macht und Großartigkeit des Universums zu erfahren. Schon bevor dieser Regen beginnt, wenn nämlich in Angola die Regenzeit anfängt und der Okavango River sich mit ungeheuren Wassermassen Richtung Botswana bewegt, nimmt dort, im Nordwesten, die Metamorphose einer 16.000 Quadratkilomter großen Savannenlandschaft ihren Anfang. Eben noch war die Luft trocken von Staub, da vermag man plötzlich Feuchtigkeit zu riechen. Unversehens beginnt im Boden ein Gluckern, kleine Gräben füllen sich mit Wasser und da, wo gestern noch trockene Pfannen sich erstreckten, blitzen plötzlich Pools im Sonnenlicht. Aus Rinnsalen werden Bäche und Flüsse, aus Pfützen Seen - der Okavango National Park verwandelt sich in das größte Binnendelta der Welt, in dem, ebenso unversehens und fast unbemerkt, der mächtige Okavango River versickert. Vom frischen Nass zu neuem Leben erweckt, wachsen die vertrockneten Gräser auf den stehengebliebenen Inseln in Windeseile zu Wiesen heran, die Shepardsbüsche schlagen aus und verbreiten aus ihren winzigkleinen Blüten einen sinnebetäubenden Duft nach Zitronen und entlang aller Ufer der neugeschaffenen Wasserlandschaft sprießen Papyrosgras und Bambus um die Wette. Von dieser Pracht angelockt, lassen die Wildtiere, selbst von ganz weit her, nicht lange auf sich warten. Wasser! Frisches Grün! Da mag man zählen wollen, wieviele Antilopenarten es gibt, wie viele Löwen gekommen sind, wie viele Leoparden, Geparden, Warzenschweine, Krokodile, Giraffen, Böcke, Wild Dogs, Hyänen, Hippopotami (Flusspferde), Büffel, Schlangen, wie viele von dieser Spezies, wie viele davon. Wieviel Elefanten natürlich, und auch die Rhinozerose stellen sich wieder ein - man wird mit dem Zählen nicht nachkommen.

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Die Lodges in Botswana sind komfortabel und demnach nicht preiswert, ebenso die angeboteten Safaris (Wildbeobachtungen). Wer sich individuell auf den Weg machen will, sollte dies allein im 4 x 4-Fahrzeug tun, denn die Infrastruktur des Landes ist auf die bewohnten Gebiete konzentriert. Doch wer will schon die Monotonie einer gewöhnlichen Stadt wie Gaborone oder Francistown mit dem Ambiente des wilden Afrika vertauschen?

Ulla Schmitz

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