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Stadtgeschichte

1630: Der Puritaner John Winthrop legt in einer geschützten Bucht südlich von Salem, der ersten Kolonie im Nordosten Nordamerikas, einen neuen Hafen an und nennt ihn „Boston“.

1636 wird die spätere Universität Havard als Priester-Ausbildungsstätte im Vorort Cambridge gegründet.

Um 1700 ist um den Hafen, der die drittgrößte Fischereiflotte der englischsprachigen Welt beherbergt, eine ansehnliche Stadt gewachsen.

USA - Boston - Benjamin Franklin

Benjamin Franklin wurde 1706 in Boston geboren

Am 5. März 1770 wird der Aufstand der Kolonisten gegen strengere Steuergesetze seitens des britischen Mutterlandes blutig niedergeschlagen. Dieses so genannte Boston Massacre – fünf Siedler kamen ums Leben – stachelte den Widerstand jedoch nur weiter an.

Mit der berühmten Boston Tea Party am 16. Dezember 1773, bei der als Indianer verkleidete Bostonians aus Wut über die Steuern eine komplette Teeladung ins Hafenbecken kippen, beginnt der Loslösungsprozess der Kolonien vom britischen Mutterland.

USA - Boston - Paul Revere

Freiheitskämpfer Paul Revere

Am 19. April 1775 fallen zwischen den Orten Lexington und Concord nahe Boston die ersten Schüsse im Unabhängigkeitskrieg.

Am 17. Juni stehen sich Kolonisten und britische Truppen erneut nahe Boston bei der Schlacht von Bunker Hill gegenüber.

Ein Jahr später, am 4. Juli 1776, unterzeichnen die nordamerikanischen Kolonien die Declaration of Independence und lösen sich somit vom britischen Mutterland.

Die Unabhängigkeitserklärung wurde am 18. Juli vor dem Old State House auch den Bostonians verlesen.

Bis 1781 dauern die Kampfhandlungen zwischen der Miliz der Kolonisten und den britischen Truppen noch an, dann kapitulieren die britischen Truppen bei Yorktown (Virginia).

Nach dem Friedensschluss von Paris am 3. September 1783 werden die 13 Kolonien als freier und unabhängiger Staat anerkannt.

Im Laufe des 19. Jahrhunderts wird Boston zum Zentrum des Seehandels und Fischfangs in dem jungen Staat. Zudem spielt die Stadt in der zweiten Jahrhunderthälfte eine wichtige Rolle als Mitinitiatorin des Industriezeitalters: Reiche Bostoner Kaufleute investieren in verschiedene Industrien, vor allem Textilfabriken. Gleichzeitig entwickelt sich Boston zum intellektuellen Zentrum der neuen Nation.

1884 wird erstmals ein zugewanderter Ire Bürgermeister der Stadt, Spiegelbild der sich ändernden Sozialstruktur der Stadt. Zunehmende Einwanderung aus Irland und Italien, Polen und Russland (v.a. Juden) lässt aus dem vormals rein puritanisch-anglikanischen Boston bis 1900/10 eine ethnisch-vielgesichtige Metropole werden.

Am 1. September 1897 wird mit der Tremont Street Subway die erste U-Bahn Nordamerikas in Boston eröffnet. In der Folgezeit kommen weitere U-Bahn- und zahlreiche Straßenbahnlinien dazu.

1905 wird  „Honey-Fitz“, der irisch-stämmige Großvater von John F. Kennedy zum Bostoner Bürgermeister gewählt.

1976 - Eröffnung des John Hancock Tower (I.M. Pei), der heute als neues Wahrzeichen der Stadt gilt. Zudem markiert der Bau den Aufbruch Bostons in ein neues Zeitalter: Die Stadt boomt, die Innenstadt wird revitalisiert, Boston durchlebt eine Verjüngungskur.

1991 erfolgt der Startschuss für den so genannten Big Dig. Damit wird die die Stadt hässlich durchschneidende Autobahn (I-93) in den Untergrund verlagert und die Innenstadt wieder lebenswert gemacht.

Die 2003 eröffnete Leonard P. Zakim Bunker Hill Bridge wird Bostons Symbol für den Aufbruch ins neue Jahrtausend. Sie ist Teil des Big Dig und gilt als breiteste Schrägseilbrücke der Welt.

2004 und 2007 holen sich die Boston Red Sox gleich zweimal den Baseball-Meistertitel – nachdem sie ihn zuletzt 1918 (!) gewonnen hatten. Kein Wunder, dass die Stadt seither vom Baseballfieber gepackt ist.

Am 31. Dezember 2007 wird die Verlegung der Autobahn I-93 in den Untergrund abgeschlossen. Auf der Trasse entsteht der attraktive Rose Kennedy Greenway, ein fast die gesamte Innenstadt umgreifender Grüngürtel.

 

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