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Dünne Luft und kalte Nächte

Bolivien ist ein bettelarmes Land. Sein Reichtum ist die Warmherzigkeit seiner Bewohner, die bis heute von einem Massenansturm ausländischer Touristenströme verschont blieben. Ein Grund dafür dürfte die, Liebhaber des Landes sagen: zum Glück, noch katastrophale touristische Infrastruktur sein. Außer in La Paz gibt es kaum Unterkünfte, die europäischen Ansprüchen genügen. Geteerte Straßen sind eine Seltenheit und Fahrten über abenteuerliche Pisten verlangen Kondition. Kondition braucht man hier sowieso.

Bolivien Titicaca Wanderer
Die Höhenlage zwingt zu langsamen Bewegungen

Der Großteil des Landes liegt rund 4.000 Meter hoch. Schon der Start in die Bolivienreise auf dem Flugplatz El Alto, einem Vorort von La Paz, etwa 4.100 Meter über dem Meeresspiegel, sorgt für Atemnot. Selbst trainierte Touristen müssen beim Altstadtbummel in La Paz oder bei Trekkingtouren am Titicaca-See so manche Pause außer der Reihe einlegen. Die Luft ist dünn, die Nächte eisig kalt, die Strahlung der Sonne mörderisch und die Akklimatisation dauert seine Zeit. Dafür besucht man mit Bolivien eines der letzten wirklichen Abenteuerländer, die es auf dem Globus noch gibt.

Bolivien titicaca Indiofrau
Kaum eine Bolivianerin geht ohne Hut

So arm die Menschen auch sein mögen, so stolz, aufgeschlossen und freundlich treten sie den Gästen entgegen. Zeit ist in Bolivien ein relativer Begriff. Je weniger Geld da ist, um so mehr Zeit hat man. Europäisches Jagen und Hasten von Termin zu Termin wird nur mit Unverständnis registriert. Geht der Bus kaputt, was soll´s? Wird der Flug verschoben, na und? Für Pauschaltouristen mit wenig Zeit mag das manchmal ein Alptraum sein, doch für Abenteuerreisende gehört das einfach dazu. Um der Wahrheit die Ehre zu geben, muss man natürlich sagen, dass sich auf ausländische Gäste spezialisierte Veranstalter dem europäischen „Zeitgeist“ weitgehend angepasst haben.

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