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Faszinierende Hochgebirgslandschaften

Laguna Salada, Bolivien
Endlich wieder sauber !
Ein wohltuendes Bad in der Laguna Salada

Der Wind hat die Abendwolken vertrieben und der Ausblick aus dem klapprigen Fenster unserer Hütte ist grandios. Hunderte von Flamingos erwarten anscheinend sehnsüchtig die ersten wärmenden Strahlen des Tages und halten derweil umtriebig eine Rinne im See eisfrei, nur um kurz darauf mit lautem Geschnatter eine kleine Aufwärmrunde zu fliegen. Sicher ist sicher. Wir lassen uns genug Zeit, das faszinierende Leben und Überleben dieser Vögel, von denen es hier drei Arten gibt, zu beobachten. Am wahrscheinlichsten trifft man auf den etwa 120 cm großen Andenflamingo, etwas kleiner ist der Chilenische und nur noch sehr selten ist der James Flamingo zu erblicken.

Laguna Verde, Bolivien
Laguna Verde, die Grüne.
Im Hintergrund der 6000 Meter hohe Llincancabur

Vor mittlerweile zwei Stunden hat das letzte Auto das Camp an der Lagune verlassen. Wir sind wieder alleine und fahren dem gesamten Tross hinterher. Sie alle sind uns wieder Kilometer voraus, so dass wir an diesem Tag allein sind in einem Vulkanfeld mit Geysiren, Rauch und Schlammgeblubber, allein und nackt sind beim Baden in der lauwarmen Quelle der Laguna Salada, allein sind auch am Endpunkt unserer Reise, der Laguna Verde an der chilenischen Grenze, smaragdgrün und windgepeitscht vor dem Bilderbuchvulkan Llincancabur, von dessen 6000m hohen Spitze man den Pazifik sehen kann...

Laguna Colorada, Bolivien
Atemberaubende Farben an der Laguna Colorada

Die letzte Nacht verbringen wir nochmals an der Laguna Colorada, um am Tag darauf die Heimreise nach Uyuni anzutreten. Gerüttelt und geschüttelt, aber mit unvergesslichen Eindrücken einer herb-schönen Hochgebirgslandschaft kehren wir zurück. In Uyuni beschließen wir, mit dem Zug Richtung La Paz zurückzufahren. Welch unbeschreiblicher Komfort! Bei einer Reisegeschwindigkeit von knapp 50 km/h lassen sich die Fenster ganz herunterschieben und man genießt die Sonne im lauen Fahrtwind. Und mit etwas zugekniffenen Augen erkenne ich in der vorbeiziehenden Landschaft zwei Reiter, mit langen Mänteln und Hüten, wie Cowboys sie tragen. Es sind Butch Cassidy & Sundance Kid, die es tatsächlich vor langer Zeit bis hierher, bis in den Süd-Westen Boliviens verschlagen hat. Ich träume, aber nur einen Tag mehr und ich wär´ wieder da, im Land, das einem den Atem nimmt.

Bolivien

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