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Britische Prinzipien und amerikanischer Geschäftssinn

Während des Ersten Weltkriegs verwandelte sich Bermuda zum militärischen Bindeglied zwischen den Vereinigten Staaten und Großbritannien, und im Zweiten Weltkrieg errichtete der britische Geheimdienst im Princess Hotel eine Abfangstation, in der 1200 Agenten die gesamte Post zwischen Amerika und Europa kontrollierten und auf Spionagetätigkeit hin untersuchten. 1941 erhielten die Amerikaner einen Pachtvertrag über 99 Jahre für St. David´s Island: Dort wurde eine Marinebasis erbaut, von der im Verlauf des Krieges wichtige militärische Operationen ausgingen. Im Zuge der weltweiten Schließung von Stützpunkten nach dem Ende des Kalten Krieges gaben die Amerikaner das Gelände frühzeitig an die Regierung von Bermuda zurück.

Bermuda Hamilton Front Street
Front Street in Hamilton

Bis in die Gegenwart reichen die Widersprüche zwischen britischen Prinzipien und amerikanischem Geschäftssinn. Vor vier Jahren kam es sogar zu einer Regierungskrise über die Zulassung einer MacDonalds Filiale, die man auf Bermuda nicht wollte, obwohl die Mehrheit der Touristen auf Bermuda schon immer aus den Vereinigten Staaten stammt. In der Folge dieses Konflikts, der zum Rücktritt des Premierministers führte, geschah sogar ein kleines politisches Wunder: Die Regierungsverantwortung übernahm eine Frau mit schwarzer Hautfarbe – in einem Land, in dem jahrhundertelang ausschließlich die weiße, männliche Oberschicht der Grundbesitzer über die Macht verfügte.

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