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Bermuda
Schrulliger Inselalltag im Atlantik

Bermuda: eine britisch-amerikanische Kuriosität

Text und Fotos: Volker Mehnert

Man könnte ein langes touristisches Loblied auf Bermuda singen: von mildem Klima und sauberem Meer, von den Schnorchelrevieren um die Korallenriffe, von Inselumrundungen auf Segelschiffen und vom Windsurfen in geschützten Buchten, von den fabelhaften Fängen der Sportangler und den acht phantastisch gelegenen Golfplätzen. Doch warum viele Worte machen, wenn Mark Twain die gebührende Anerkennung längst in einen handlichen Satz gefasst hat: „Auch wenn ihr alle in den Himmel wollt, ich fahre lieber nach Bermuda.“ Das tat auch unser Autor, der auf Bermuda nicht nur einladende Sandstrände, sondern auch allerlei liebenswerte Eigenheiten entdeckte.

Bermuda Hafen

Reisen nach Bermuda ist gefährlich. Das behaupten jedenfalls die einen. Im sogenannten Bermuda-Dreieck wurde nämlich nicht nur eine besonders große Anzahl von Schiffs- und Flugzeugunglücken registriert, ungewöhnlich ist vor allem, dass die Verschwundenen häufig keinerlei Notsignal abgaben und nicht den geringsten Hinweis auf ihren Verbleib hinterließen. Besondere atmosphärische Störungen, irritierende magnetische Kräfte, kosmische Zeitsprünge und sogar Entführungen durch außerirdische Wesen dienen regelmäßig als Erklärung, und das Bermuda-Dreieck bleibt deshalb eines der Lieblingsthemen für Parapsychologen und Ufo-Späher. Alles Unfug, sagen die anderen: Zufälle und das übliche Zusammenwirken von Stürmen, technischen Problemen und menschlichem Versagen seien hier, wie überall, die Ursache für derartige Unglücke.

Bermuda Fort St. Catherine
Fort St. Catherine

Shakespeare auf Bermuda?

Nicht zu leugnen aber ist, dass die Besiedlung Bermudas mit einem Schiffsunglück begann. 1609 strandete das britische Schiff „Sea Venture“ unter dem Kommando von Admiral George Somers nach einem Hurrikan auf dem vorgelagerten Korallenriff. Das Unglück war in England lange Zeit Tagesgespräch und regte Shakespeare zu seinem Theaterstück „The Tempest“ an. Seit der Havarie der „Sea Venture“ war klar, dass es sich auf Bermuda leben ließ, und kurz darauf vergab die britische Krone an die private Virginia Company die Genehmigung für eine Kolonisierung.


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