Der schönste Kahlkopf von Crupet
Die ursprünglich romanische Kirche von
Crupet
Crupet erstreckt sich nicht nur im Tal, sondern auch auf einer lang gezogenen Anhöhe. Im Tal residierten einst die Herren von Carondelet, die sich ein trutziges Wasserschloss mit Kerker errichten ließen. Auf der Anhöhe ragt das Kirchlein des Ortes in den Himmel. Ursprünglich als romanische Wehrkirche mit Schießschartenfenstern erbaut, wurde sie zwischen dem 15. und 17. Jahrhundert barockisiert und verlor ihr wehrhaftes Erscheinungsbild. In unmittelbarer Nachbarschaft hatte ein frommer Kirchenmann im ausgehenden 19. Jahrhundert eine Grotte als Pilgerstätte des heiligen Antonius erbauen lassen. Dreihundert Tonnen Gestein waren für den Bau notwendig, die mühselig aus der Umgebung herbeigeschafft werden mussten. Vor seiner Grotte kniet der fromme Mann bis heute, hat man doch die Grotte mit allerlei kitschig anmutenden Skulpturen versehen. So nimmt es nicht Wunder, neben dem heiligen Antonius als Ausgeburt der Versuchung auch Luzifer zu begegnen.

Die Hymne des schönsten Kahlkopfs von Crupet an der
Auberge Dol Besace
Bis heute gibt es im Ort eine Kneipe, die ursprünglich dem kauzigen Volkssänger Joseph Collot gehörte. Hinterlassen hat er an der l’Auberge dol Besace einige Verszeilen, in denen er, der schönste Glatzkopf der Gegend, wie er schreibt, seine Nachbarn zum Besuch seines Estaminet auffordert. Ohne dass sie bei ihm mit dem einen oder anderen Schnaps ihre trockenen Kehlen befeuchteten, so die Verse, würde Collot ja sterben müssen. Und wer wollte denn auf den schönsten Kahlkopf von Crupet verzichten?

Volkskunst in der Grotte zu
Ehren
des heiligen Antonius
Bummelt man durch den Ort, so stößt man auf zahlreiche Mühlen im Tal, die einst als Korn- und Ölmühlen dienten. Doch keine ist mehr funktionsfähig. Längst sind sie umgewidmet worden und dienen als Wohnhäuser oder, im Falle der Moulin des Ramiers, als Hotel.
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