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Stavelot

Wie Malmédy liegt Stavelot, das Teil einer ehemaligen Abtei ist, an der Warche. Gegründet wurde Stavelot um 650 durch einen Mönch, der von hier aus mit der Missionierung der Umgebung begann. Von der um 685 erbauten Kirche St. Peter sind heute keine Spuren mehr zu finden. Ab dem 10.Jh. ließen verschiedene Äbte auf deren Grundmauern romanische Kirchen errichten. Auch von der unter Heinrich III. eingeweihten Abteikirche sind heute nur noch ein Drittel des Westturms und weitere Kirchenreste des Mittel- und Querschiffs erhalten.

Die Ruinen der einstigen Abtei befinden sich in unmittelbarer Nähe des heutigen Rathauses. Dieses palaisartige Ensemble, im Stil Louis XIV. von 1780 bis 1793 erbaut und heute als Rathaus genutzt, war Residenz des Fürstabtes Jacques de Hubin. Nach der Französischen Revolution und dem Wiener Kongress wurde das Abteifürstentum Stavelot-Malmedy aufgelöst. Stavelot fiel an die Vereinigten Niederlande, später an das Königreich Belgien, während Malmedy zunächst Preußen und nach 1920 Belgien  zugeschlagen wurde.

Belgien - Wallonien - Museum der Rennstrecke von Spa-Francorchamps in Stavelot
Museum der Rennstrecke von Spa-Francorchamps in Stavelot
© OPT Ricardo de la Riva

In den Gewölben und Nebengebäuden des Rathauses sind das Museum des Fürstbistums Stavelot-Malmedy und das Museum der Rennstrecke von Spa-Francorchamps untergebracht. Für Oldtimer-Fans ist dieses Museum ein unbedingtes Muss: Der „Ford Custom" mit Standardkarosserie, der Seriengewinner 1950, ist ebenso zu sehen wie ein „Bristol Sportcoupe" von 1953. Ein grüner „Zakspeed II Ford Escort" von 1977 steht neben einem roten „Glas", der 1964 am „Coup du Roi", einem 24-Stunden-Rennen, teilgenommen hatte. Neben Rennwagen verfügt das Museum über eine Sammlung von Motorrädern. Dazu gehört auch eine belgische „Saroléa" von 1936. Zeitungsfaksimile, Reklameschilder und Videos geben einen Einblick in die Geschichte des belgischen Motorrennsports seit 1896.

Reiseführer Wallonien - Stavelot - Ein Blanc Moussi am Stadteingang
Ein Blanc Moussi am Stadteingang

In der Parkanlage am Rande der Ruinen der Abteikirche steht die Bronzebüste des in Stavelot geborenen Generalleutnants Baron Jacques de Dixmude, der sich in der Schlacht an der Ijzer und im Kongo ausgezeichnet hatte. Ein Mahnmal erinnert nahebei an den Naziterror im September 1944. Die Plastik eines tanzenden Blanc Moussi am Stadteingang verweist auf die lange Tradition des Karnevals, der bis heute ohne die Bruderschaft der Blancs Moussis nicht denkbar ist. Ausgehend von der Parkanlage an der ehemaligen Abtei steigen die umliegenden Straßen zur Place St. Remacle mit ihren schmucken Bürgerhäusern aus dem 17. und 18.Jh. leicht an. Plätschernde Brunnen und Fachwerkbauten zwischen Rue Haute und Rue Devant les Capucins wie das Hôtel d'Orange, das 1795 als Postkutschenstation diente, sind architektonische Juwelen des Städtchens an der Warche.

Zwischen Stavelot, Coo und Trois Ponts gibt es nicht nur zahlreiche, ausgebaute Wanderwege, sondern auch Möglichkeiten zum Kanufahren. Lohnenswertes Ausflugsziel ist die Grottes de Remouchamps. Diese Tropfsteinhöhlen liegen auf dem Weg von Stavelot nach Liège im Tal der Amblève.

Weitere Informationen

Espaces Tourisme & Culture
BP 52
B-4970 Stavelot
Tel. +32 (0) 80/88.08.78

Abbaye de Stavelot
Place Saint Remacle 32
4970 Stavelot
Tel. +32 (0)80 86 27 06
http://www.abbayedestavelot.be

Grotten von Remouchamps
Rue de Louveigné 3
4920 Remouchamps
Tel. 04/360.90.70
info@mondesauvage.be
http://www.grottes.be



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