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Oudenaarde - Einst Stadt der Teppichweber

Tuchhandel und die Wandteppichwebereien waren in der ersten Hälfte des 16. Jahrhundert und zu Beginn des 17. Jahrhunderts für die wirtschaftliche Blüte der Stadt entscheidend. Bis zu 20000 Teppichweber lebten in den Mauern der Stadt. Um die Herstellung von Wandteppichen zu kontrollieren, erließ Kaiser Karl V. 1544 ein 90 Artikel umfassendes Regelwerk. Die unterschiedliche Handhabung des Regelwerks in anderen flämischen Städten wie Brüssel und Antwerpen führte in der Folgezeit zu Unruhen der Teppichwirker, die Anhänger der protestantischen Lehre Calvins waren. Als 1582 habsburgische Truppen unter Alexander Farnese die Stadt im Sturm nahmen, endete die protestantischen Ära der Stadt, und es folgte ein Exodus der hochqualifizierten Manufakturarbeiter.

Oudenaarder Wandteppiche wie »Landschap met twee fazanten« (»Landschaft mit zwei Fasanen«) kann man im gotischen Stadhuis (Rathaus) bewundern. In den Ateliers im Huis de Lalaing lassen sich Restaurateure von Wandteppichen über die Schultern schauen.

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Hier versteht man sich auf Wandteppiche
- Huis de Lalaing

In Brabanter Gotik wurde am Markt die Sinte-Walburga-Kerk erbaut. Hinter dieser Kirche befinden sich das Bischofskwartier, der Bischofssitz von 1600, und das O.L.V.-Hospitaal. Gegenüber vom Rathaus trifft man auf den Turm einer Burganlage, Boudewijntoren, und das sogenannte Huis van Margarethe van Parma, angeblich das Geburtshaus der Tochter von Karl V. Auch an den Ufern der Schelde bestand einst ein Beginenhof, der aus zwei ineinander übergehenden Höfen besteht.






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