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Lier - Das »Venedig des Kempenlandes«

Am Ufer von Kleiner und Großer Nete liegt das wegen seiner zahlreichen Wasserwege »Venedig des Kempenlandes« genannte Städtchen, dem 1212 das Stadtrecht verliehen wurde. Hier heirateten 1496 Philipp der Schöne und Johanna von Kastilien, die Eltern von Kaiser Karl V., dem Begründer eines Weltreiches von Flandern bis in die Neue Welt.

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Die Kirche St.Gummarus - ein beliebter Wallfahrtsort

Die Zeiten großer Viehmärkte und des Tuchhandels sind längst vergangen. Heute mutet Lier ein wenig verschlafen an. Auf dem Marktplatz, wo sich sonntags die Taubenzüchter ein Stelldichein geben, ragt der schlanke, gotische Belfried (1369) empor. Alte Zunfthäuser wie das barocke Haus »Der Eichenbaum« säumen den Markt. Kostbarster Kirchenschatz der nahe gelegenen hochgotischen St. Gummaruskirche (1425-1540) ist der silberne Reliquienschrein des heiligen Gummarus (1642).

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Der Zimmerturm mit astronomischer Uhr

Liebhaber außergewöhnlicher Uhren werden beim Besuch des Zimmerturms und -pavillons von den Arbeiten Louis Zimmers(1888-1970), der astronomischen Weltuhr und der Jubiläumsuhr, fasziniert sein. Wer die Idylle kennenlernen möchte, besucht den Beginenhof, ein abgeschlossenes Viertel mit kleinen Gäßchen und schmucken Häuschen sowie der mittendrin gelegenen barocken Beginenhofkirche.

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Hier wohnten einst fromme Beginen

Eine bisher unentdeckte Perle unter den Museen Flanderns ist das Stedelijk Museum Wuyts-Van Campen en Baron Caroly. Die Städtische Kunstsammlung wäre ohne Schenkungen und Nachlässe nie zustande gekommen. Wer weiß schon, dass Werke von Peter Paul Rubens, Jan Steen, David Teniers und Pieter Brueghel dem Jüngeren („Die flämischen Sprichwörter“) ebenso im Bestand sind wie die Vertreter der klassischen Moderne Constant Permeke („Die Pilger“), Floris Jespers („Harlekin“) und Edgard Tytgat („Bohemiens“). Eine „Entdeckung“ ist das Werk des Luministen Raymond de la Haye (1882-1914), dessen zartfarbene „Lichtpunktmalereien“ einen eigenen Saal bespielen.

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Literatur und Kunst präsentiert man im Timmermans-Opsomer-Museum



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