Karneval vor den Toren Brüssels
Während die Jecken anderenorts auf die nächste Karnevalssaison warten, begeht man an Laetare, also etwa in der Mitte der Fastenzeit zwischen Aschermittwoch und Ostern, im Pajottenland südlich von Brüssel das Fest der Narren. Erstmals erlebte Halle 1905 dieses Fest, an dem drei Tage lang Prinz und Prinzessin Karneval das Zepter schwingen. Heute ist es eines der größten Karnevalsfeste Flanderns mit zahlreichen Prunkwagen und einer fröhlichen Schar phantasiereich Kostümierter. Während in den meisten Gemeinde an Karneval die Tore der Gotteshäuser geschlossen bleiben, ist dies in Halle nicht der Fall: Die Sankt-Martins-Basilika öffnet ihre Pforten für die Gilles, Harlekins und Pierrots, welche die "Schwarze Madonna von Halle" um Beistand für die fröhlichen Tage bitten.
In der Zeit
der tollen Tage ist auch die Riesenfigur "De Vontjesboer"
allgegenwärtig. Und aus voller Kehle schmettert so manch Karnevalsjüngling,
das Lied zu Ehren des wackeren Bauern. Dass dabei die Freunde von
Gambrinus und Bacchus nicht zu kurz kommen und man auch mit dem
Teufel im Bunde ist, bezeugen die folgenden Verszeilen aus einem
Lied zu Ehren des "Vontjesboer":
"....Want in ons bloed es deuvel/Des deuvel in ons bloed/Den
deuvel doet ons zingen/Den deuvel doet ons goed.
We speule onze lever/Mé lambik of mé wijn/Días
goed voe díeksteroege/Días goed voe het flessijn."
Information
Dienst voor Toerisme Halle
Grote Markt 1
B-1500 Halle
Tel. : 0032/(0)2/356.42.59
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