Auf der Suche nach dem Gleichklang
von
Körper, Geist und Seele
Text und Fotos: Doris Burchard
Zu große Füße, zu große Hände, einfach insgesamt zu groß und zu ungelenk. Wie ein Bauerntrampel kommt sich die blasse, deutsche Durchschnitts-Frau neben den zarten, nougatfarbenen Balinesinnen vor. Vor allen Dingen dann, wenn sie sich in die für den Tempelbesuch typischen, farbenfrohen, golddurchwirkten Gewänder kleiden. Welche Grazie, welcher Anmut, wenn die Frauen jeden Morgen in langen Reihen, die Opfergaben auf dem Kopf balancierend, zum Tempel schreiten, immer fröhlich, immer lächelnd. Langsame, fließende Bewegungen, ganz in Harmonie mit sich und ihrem Körper. Fasziniert und bewundernd schauen wir dieser Ästhetik hinterher und wünschen uns nur ein Zehntel dieser Anmut.
Jahrhundertealte Schönheits-Rituale
Zwar wird sich
dieser Wunsch in der kurzen Zeit eines Aufenthaltes auf Bali nicht
realisieren lassen, aber immerhin können wir von den jahrhundealten
Schönheits-Ritualen der Insulanerinnen profitieren.
Schönheit ist auf der Insel allgegenwärtig: In der Freundlichkeit
und Sanftheit seiner Menschen, die durchdrungen sind von ihrer Religion,
die sie ganz selbstverständlich in den Tagesablauf integrieren.
In den Hotels im balinesischen Stil: mit viel Holz, vielen Blumen
und Pflanzen, kleinen Wasserfällen und Springbrunnen, eigenen
Tempeln und eigener Gottheit, der offenen, luftigen Bauweise, die
immer eine angenehme Brise garantiert.

Im Farbspiel der Natur: dem Azur-Blau des Himmels, dem satten Grün der Reisterrassen und Palmwälder, dem blendenden Weiß der Strände, dem changierenden Rot der Sonnenuntergänge, dem hellen Türkis des Meeres und dem altersbedingten Schwarz der unzähligen Tempel. Romantisch wie Ulu Watu bei Sonnenuntergang oder beeindruckend wie der „Muttertempel“ Besakih.

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