DAS PORTAL DEUTSCHSPRACHIGER REISEJOURNALISTEN

Auf Knien danken ...

... möchte ich den Architekten des Flughafens in Singapur, die mit dem Brunnen in der Halle unbewusst eine Rettung aller übernächtigten Stop-Over-Familien eingebaut haben! Neben dem Kaktusgarten beschäftigte die Fontäne den Anhang eine halbe Stunde lang. Schon für die Kleinsten ist dieser Platz mit seinen marmornen Umrandungen ein magischer Anziehungspunkt und für manche Plansch- und Ablutschhand wohl der Beginn einer wundervollen Magen- und Darmgrippe!


Brunnen in Singapurs Flughafenhalle

Fünfundzwanzig Kilo Schlafkrankheit ...

... hinter mir herziehend, erreiche ich den Anschlussflug. Die Luft ist `raus, wir wollen beide nur noch ankommen. Und schließlich: Melbourne, 4.45 Uhr morgens, die Augen brennen, meine Frisur hält nichts mehr. Die 1.26 m neben mir haben wenigstens geschlafen, wenngleich sie so zerknautscht daher kommen, dass ich schon ein Zolleinfuhrverbot für bedrohte Arten befürchte. Der Jetlag trifft uns im Doppelpack, Robin weiß im Gegensatz zu mir nicht mal, warum er ganze drei Tage schnieft und zu absonderlichsten Zeiten halbtot in die Schlafstarre fällt. Diverse Hungerattacken um zwei Uhr nachts später scheint schließlich auch unser Biorhythmus zu uns aufgeschlossen zu haben. Welcome down under, es kann losgehen!

Also erinnere ich mich an die Walbeobachtungstour, ...

... die ich schon als Studentin einmal mitgemacht habe und die mich nachhaltig beeindruckt hat. Gesagt, getan, das Auto schnurrt mittlerweile ohne Stottern und beschwert sich auch nicht mehr mit einem kratzenden Getriebestöhnen. Das mag daran liegen, dass ich nun endlich den Trick beherrsche mit der linken Hand zu schalten. Auch das Einsteigen gleicht keiner Reise nach Jerusalem mehr, bei der wir wie durch eine magische Choreographie getrieben grundsätzlich zunächst die falsche Tür avisieren. Nein, einer ersten Mehrtagestour steht jetzt nichts mehr im Weg. Mich begleiten die fürsorglichen Worte meiner Freundin: „It’ll do you a world of good, you know, bonding and all.“ Eine neue Verbundenheit zwischen Kratzbürstenmutter und Jetlag-Kind, so verstehe ich die süffisante Bemerkung.



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