
Immer wiederkehrend - Buschbrände in Australiens Norden
Die züngelnden Flammen machten auch vor den orange blühenden Eucalyptus miniata und vereinzelten »Sandpalmen« (Livistona humilis) nicht halt. Überall waren verkohlte Eukalyptusstämme zu sehen, deren Astlöcher noch rot glühten. Über dieser Szenerie kreiste ein Greif, der sich leichte Beute versprach, flohen doch zahlreiche Echsen, darunter auch Kragenechsen, flugs aus diesem Inferno. Durchgeschüttelt erreichen wir dann schließlich das Feuchgebiet von Mamukala.
Es war schon deshalb ein lohnenswertes Ziel, weil von einem Vogelbeabachtungsstand aus Ibisse, Pfeifgänse und Grüne Zwerglanzenten zu beobachten waren. Neben dem angelegten Weg und am Randes des Feuchtgebietes blühten als Farbtupfer im umgebenden Grün fünf bis acht Meter hohe Barringtonia acutangula, Frischwassermangroven mit roten »Spinnenbeinblüten«. Übrigens: Die Aborigines wußten von der Giftigkeit der Früchte dieser Mangrovenart und nutzten dieses Gift zum Fischfang.

...Vielfalt der Flora: der sogenannte 'Bridal Tree'
Nach kurzem Aufenthalt, denn Greg hatte sich ein dicht gedrängtes Programm überlegt, hieß es, wieder im engen Rover Platz zu nehmen, um den nächsten Zwischenstopp Little Norulangie zu erreichen. Vom dortigen Nawurlanja Lookout genossen wir einen sehr guten Rundumblick über die umliegende Waldsavannenlandschaft. Als geübte Buschwanderer entdeckte Greg einen Ficus , der über einer Felsspalte wuchs, und als Einstiegshilfe für die Erkundung der Unterwelt dienen sollten. Als wir uns im fahlen Licht einiger Taschenlampen nach einiger Zeit innerhalb der Höhlen orientieren konnten, nahmen wir auch das aufgeregte Piepsen und Flattern war, das eine Kolonien von Fledermäusen verursachte, in deren Revier wir eingedrungen waren.
Seite 1 / 2 / 3 / 4 / 5 / 6 / 7 / 8 / 9 / 10 / 11 (Infos) / zur Startseite