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Von Fogg Dam aus fuhren wir zum Arnhem Highway zurück, um Bark Hut Inn für unsere erste Übernachtung zu erreichen. Doch Greg wählte nicht den direkten Weg, sondern bog hier und da unvermutet auf mehr oder weniger versteckte Pisten ab. Er schien sich auch bei tiefster Dunkelheit im Gelände gut auszukennen und entdeckte kleinere Wasserstellen, an denen wir durch unsere Anwesenheit scheuche, braunweiß gefiederte Nachreiher aufschreckten.


Eine von etwa 650 Eukalyptusarten
Australiens: Salmon Gum

Im Wasser bewegten sich unterdessen träge Wasserschlangen, die, hatte man sie gefangen, völlig schlaff in der Hand lagen. Aborigines, so erzählte Greg, töten diese Schlange, indem sie ihnen den Kopf abbeißen, um sie dann zu braten. Wir waren skeptisch, ob wir eine solche Delikatesse wirklich probieren wollten. Doch unsere Aufmerksamkeit lenkte Greg noch auf einige andere Reptilien, die im Wasser lagen: Unter glitschigen Felsen versteckten sich mehrere schwarze Wasserpythons, die sich mit aller Muskelkraft dagegen wehrten, in die Hand genommen zu werden. Das Fangen von Schlangen, so Greg, sollte man nur geschulten Australiern überlassen, die davon etwas verstehen. Denn manch eine Schlange ist nicht so harmlos, wie sie ausschaut: Als Greg während unserer Weiterfahrt urplötzlich auf dem Highway stoppte, wußte niemand warum. Erst nach dem Aussteigen entdeckten wir ihn bei einer angefahrenen rotbraunen Todesotter, die sich in Imponiergebärde flach ausgestreckt hat. Sie hatte einen gebrochenem Kiefer und war daher zum Hungertod verurteilt, doch ungefährlicher machte sie dies nicht. Denn mit ihrem Biß konnte sie noch immer ihr Gift in die Hand oder den Arm des unachtsamen Fängers pumpen.

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