
...auch Palmenhaine gedeihen in Australiens
Norden
Nach einigen Tagen, um die Zeit- und Klimaumstellung zu verarbeiten, begann ich nach Möglichkeiten Ausschau zu halten, wie ich am besten in den neben den Great Barrier Reefs und Ayers Rock wohl berühmtesten Nationalpark von Down Under gelangen konnte. Und es gibt Tage, an denen der Zufall bestimmt, wann und wohin man reist: In einem der Outdoor Shops in Darwin, in denen ich meine Ausrüstung ergänzen wollte, traf ich zufälligerweise Greg, der vorhatte, mit einigen anderen Zufallsbekannten einige Tage das »Abenteuer« Kakadu zu erleben. Da er mir sympathisch war, zudem erzählte, daß er einige Semester Biologie studiert habe und sich auch ansonsten recht gut mit den heimischen Tieren und der Pflanzenwelt in Kakadu auskenne, nahm ich gern sein Angebot an mitzukommen. Ein kleinen Haken hatte die Einladung doch: Da sein etwas ältlicher Geländewagen nicht gerade viel Platz bot - vom Komfort ganz zu schweigen -, mußte ich zunächst meine persönliche Kleidung auf das Minimum reduzieren. In einen kleinen Rucksack wurden dann Thermounterwäsche, T-Shirts zum Wechseln, Kamera, Badezeug und Insektenspray verstaut. Und auch der Leinenschlafsack fand sich schließlich nach mehrmaligen Packversuchen im Rucksack wieder. Um Unterkunft und Verpflegung versprach sich Greg zu kümmern, was - wie sich später herausstellte - auch fabelhaft klappte. Als wir uns nach einer weiteren schwülen Nächte bei Sonnenaufgang unweit der Busstation trafen, mußte zunächst das Gepäck oben auf dem Dach des olivgrünen Geländegefährts verstaut werden. Nach und nach kletterten dann Rob, Ad, Meike, Miriam, Catherine und ich selbst - ein bunt gemischtes Häuflein von Australien-Globetrottern aus Berlin, Melbourne, Rotterdam, Zürich, Vancouver und Salt Lake City - in den Range Rover, der schon bessere Tage gesehen haben mußte. Daß wir dicht gedrängt und auf Tuchfühlung nebeneinander saßen, stellte sich bei der weiteren Fahrt als glücklicher Umstand heraus. Nicht so sehr auf dem asphaltieren Highway, der in den Nationalpark führt, war dies ein Vorteil, sondern vor allem als wir uns über die sandigen und gerölligen Schneisen zu den Highlights des Kakadu National Park wie Jim Jim Falls begaben. Diese ausgefahrenen und ausgewaschenen Pisten schüttelten uns nämlich gehörig durch. Gelegentlich fanden wir nur aneinander Halt, um nicht durch den Wagen geschleudert zu werden.
Seite 1 / 2 / 3 / 4 / 5 / 6 / 7 / 8 / 9 / 10 / 11 (Infos) / zur Startseite