DAS PORTAL DEUTSCHSPRACHIGER REISEJOURNALISTEN

Salz: Kristalle im Hochgebirge

Ein leichter Wind weht über die ebene, weiße Fläche. Im ersten Augenblick fühlen wir uns wie Schneeblinde. Als sich die Augen an die Helligkeit gewöhnt haben, bietet sich ein völlig surreales Bild: quer über die Salzwüste radelt ein alter Mann auf einem Fahrrad auf uns zu. Geschickt umkurvt er dabei die unzähligen, gut einen halben Meter tiefen Löcher, die zur Salzgewinnung ausgehoben wurden und sich in schier endlosen Ketten aneinander reihen. Im Gepäck hat er aus Salz geschnitzte Figuren, die er uns verkaufen möchte.

Argentinien Nubes Salzsee
Der Salzsee im großen ...

Nach einer halben Stunde fahren wir weiter. Langsam sinkt die Sonne im Westen den Gipfeln der Anden entgegen. Mit fast 4.200 Metern über dem Meeresspiegel erreichen wir höchsten Punkt unserer Tour. Dann geht es über eine steil gewundene Straße innerhalb von wenigen Minuten wieder bis auf rund 2.200 Meter hinab. Wir besuchen das kleine Dorf Purmamarca, den letzten Stopp unseres Ausfluges in Argentiniens wilden Nordwesten. Der kleine, von hohen Bergen eingerahmte Ort besteht nur aus wenigen Häusern. Es gibt eine Lehm-Kirche aus dem 17. Jahrhundert und einen Markt, auf dem gewebte Stoffe und Ponchos, Silberwaren und Heilkräuter verkauft werden.

Argentinien Nubes  Salz
... und im Detail

Die Hauptattraktion des Dorfes ist jedoch der Cerro de los Siete Colores, der siebenfarbige Berg. Wie eine Wand scheint er sich am Ortsrand dem Himmel entgegen zu recken. Dabei leuchtet er in den verschiedensten Gelb-, Rot- und sogar Grün-Tönen. Es ist spät, als wir wieder in den Bus steigen. Selbst Pablo wirkt nun müde. Während die letzten Sonnenstrahlen das Andenpanorama hinter uns in ein weiches, gelbes Licht tauchen, fahren wir zurück nach Salta.

Seite 1 / 2 / 3 / 4 / 5 / 6 / 7 / zur Startseite



Reiseveranstalter Argentinien





 

 

Twitter
RSS