Argentinien
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Kurzportrait
In
einem Land von der Größe Westeuropas bewegen sich die Distanzen
in einer anderen Dimension, folgt ein Extrem auf das nächste: kalbende
Gletscher und knochentrockene Schluchten, Pazifik und Anden, der Tango
in Buenos Aires und die Wasserfälle von Iguazú.
Für Jorge Luis Borges (1899-1986), Argentiniens Meisterliteraten,
war schwer vorstellbar, dass Buenos Aires
irgendwann vor Jahrhunderten geboren wurde. Nein, für ihn war Argentiniens
Hauptstadt "so ewig wie das Wasser und die Luft."

Eines
der Wahrzeichen von Buenos Aires: Teatro Colón
In
realgeschichtlichem Rahmen wurde die Metropole am Río de la Plata
1536 von Pedro de Mendoza unter dem Namen Nuestra Señora Santa
María del Buen Aire (Unsere Frau Maria des guten Windes) erstgegründet,
wenige Jahre später wegen Hungersnöten und Kämpfen gegen
die Indios aufgegeben und 1580 von Juan de Garay erneut ins Leben gerufen.
Heute ist die Hafenstadt ein Drei-Millionen-Menschen-Moloch, zuzüglich
weiteren zehn Millionen im Expansionsgürtel des Großraums
(Gran Buenos Aires). Der historische Altstadtkern konzentriert sich
im Bereich der Plaza de Mayo, ein weitläufiges Oval, um das sich
wichtige Gebäude wie die Kathedrale, der Regierungssitz Casa Rosada
und das Rathaus gruppieren. Wann immer die "porteños",
die Bewohner Buenos Aires', protestieren, blasen sie zum Sturm auf die
Plaza de Mayo. Was mit starkem Willen und Kampfeskraft zu erreichen
ist, haben die Ur-Urväter eben an jener Stelle gezeigt: die Revolution
am 25. Mai des Jahres 1810, der erste Schritt in die Unabhängigkeit
(auch wenn noch weitere sechs Jahre ins Land ziehen sollten) - daran
erinnert in der Mitte des Platzes die Pirámide de Mayo, die von
einer Freiheitsfigur gekrönte Unabhängigkeitspyramide. Bis
heute steht die Plaza de Mayo auch für die nie verheilten Wunden
der verhängnisvollen Militärdiktatur 1976-83. Starke Frauen
waren es, die hier das Augenmerk der Weltöffentlichkeit auf die
Verbrechen der Machthaber lenkten, mit weißen Tüchern um
den Kopf und beseelt vom Mut der Verzweiflung: die Madres de la Plaza
de Mayo, die "Mütter der Plaza de Mayo", die sich heute
auch Großmütter (abuelas) nennen. Mütter jener jungen
Männer und Frauen, die das Regime für Gegner hielt und heimlich,
still und leise "verschwinden" ließ, sprich: foltern
und töten. Mit ihren 1976 begonnenen, unverdrossenen Protestmärschen
erwuchsen die "Mütter" als Vorreiter des Widerstands
gegen die Militärs.
Zu einer Weltstadt wie Buenos Aires gehört eine pompöse Straße:
die 140 Meter breite Avenida 9 de Julio, die die Verkehrsströme
durch das Herz der Metropole bündelt. Der Fußgängersprint
ums nackte Leben gehört ebenso zum Alltagsbild wie die mobilen
Zeitungsverkäufer am Morgen, denen die langen Rotphasen Kunden
en masse bescheren. Der Prunkboulevard wird vom 67 Meter hohen Obelisken
überragt, der an die erste Stadtgründung erinnert. Zwei Ecken
weiter liegt das elegante Teatro Colón, bekannt für seine
perfekte Akustik.
Unter den Stadtvierteln Buenos Aires' sind mehrere zu besonderer Berühmtheit
gelangt: Palermo wegen seiner Parks und Seen, San Telmo mit dem Tango
und den touristischen Tangoshows, Recoleta wegen seines Friedhofs mit
riesigen Grabpalästen und dem Grab der Eva "Evita" Duarte.
Das meistfotografierte Motiv der Stadt liegt im alten Hafenviertel La
Boca, einst Einwandererbezirk italienischer Emigranten. Durch La Boca
führt der "Caminito", ein Museumsgässchen, an dem
Fassaden aus Wellblech und Holz in den buntesten Farben schillern. Interessante
Ausflüge führen ab Buenos Aires nach
Tigre und ins Delta des Paraná (Bootstouren), zur Wallfahrtsbasilika
von Luján und in die großen
Ferien- und Strandgebiete um Villa Gesell
und Mar del Plata.

Die
Wasserfälle von Iguazú
Aufgrund der riesigen Entfernungen liegen die argentinischen Highlights
zuweilen einige tausend Kilometer voneinander entfernt. Im äußersten
Nordosten - an der Grenze zu Brasilien - stürzen die Wasserfälle
von Iguazú mit der Urgewalt der Natur zu Tale. Je nach
Jahreszeit und Wasserstand fallen bis zu 275 einzelne "cataratas"
über eine U-förmige Basaltschwelle hinab. Die spektakulärsten
Bilder bietet die Garganta del Diablo, der 80 Meter hohe "Schlund
des Teufels", der die meisten Wassermassen schluckt. Durchschnittlich
5.000 Kubikmeter pro Sekunde sollen es sein, die über die Hauptfälle,
den Salto Unión und den Salto Mitre, in des Teufels Rachen landen.
Rundherum breitet sich der Iguazú-Nationalpark aus, der mit 2.000
Pflanzen-, 450 Vogel- und 80 Säugetierarten einen immensen Reichtum
an Flora und Fauna aufweist. Seit 1984 zählen die Wasserfälle
von Iguazú zum Welterbe der Menschheit und sind auch von der
brasilianischen Seite her besuchbar. Nächst erreichbarer Ort auf
argentinischer Seite ist Puerto Iguazú,
das reichlich Hotel- und Pensionsbetten bietet. Puerto Iguazú
gehört zur Provinz Misiones, deren Name sich auf die alten Missionsstationen
der Jesuiten gründet; die wichtigste dieser historischen "misiones"
heißt San Ignacio Miní und
liegt in San Ignacio.
Die Gebirgskette der Anden prägt von Nord nach Süd die gesamte
Westflanke des Landes. Ab der Kolonialstadt Salta
führt der "Zug in die Wolken" auf über 4.200 Meter
hinauf, das malerische Höhendorf Cachi
wird vom gleichnamigen 6.380-Meter-Bergriesen überragt, westlich
von Mendoza stellt der Acongua
- Amerikas höchster Gipfel - mit seinen knapp 7.000 Metern alles
in den Schatten. Spektakuläre Landschaften eröffnen sich auch
nördlich von San Salvador de Jujuy.
Die Quebrada de Humahuaca, eine 130 Kilometer
lange Schlucht, zieht sich der bolivianischen Grenze entgegen und zeichnet
sich durch eine zerklüftete Berglandschaft mit imposanten Felsgebilden
in allen erdenklichen Braun-, Rostrot- und Ockertönen aus. Nicht
minder spektakulär geht es weiter südlich bei La
Rioja zu. Argentiniens Far West nimmt mit dem
Valle de la Luna ("Tal des Mondes") und dem Talampaya-Canyon
faszinierend Gestalt an. Im Landesinnern, auf dem Weg zwischen La Rioja
und Buenos Aires, hat sich kolonialzeitlicher Charme im Herzen der Provinzhauptstadt
Córdoba erhalten. Mit ihren 1,2 Mill. Einwohnern ist sie
Argentiniens zweitgrößte Stadt und trägt ihr historisches
Herz rund um die Plaza San Martín zur Schau: mit der Kathedrale
und dem Arkaden-flankierten Rathaus.
An an südlich liegenderen Abhängen der Anden ist mit San
Carlos de Bariloche das große Touristenziel des Westens
erreicht. Nationalparks und die natürliche Platte aus Gletscherseen
bilden den Rahmen für einen der unumstrittenen Höhepunkte
einer Argentinien-Reise. In der mondänen 100.000-Einwohner-Stadt
gibt es rund 250 Hotels und Pensionen, außerdem Pubs, Einkaufsgalerien
und Gourmettempel jedweder Art. Bootsexkursionen führen über
den Nahuel-Huapi-See, im Winter locken
die Skigebiete um Cerro Otto und Cerro
Catedral. Nahuel Huapi heißt auch der über 700.000
ha große Nationalpark, der einen Teil des Seengebietes umfasst
und nördlich in den Parque Nacional Lanín
übergeht. Dieser ist nach dem 3.776 Meter hohen Vulkan Lanín
benannt und für seine Araukarienwälder bekannt. Eine lohnende
Tour führt an die Siete Lagos (Sieben
Seen) und in das malerische Städtchen San
Martín de los Andes mit seinen typischen Holzhäusern.
Weiter südwärts bekommen die andinen Landschaften ein noch
raueres Gepräge. El Chaltén,
Argentiniens Trekking-Mekka, liegt im Schatten des Fitz-Roy-Massivs
und lädt Naturfreaks zu erlebnisreichen Wanderungen in die Gebirgswelt
ein. In einer Kulisse aus Gletschern, Südbuchenwälder und
Felsmassiven führt die beliebteste Trekkingtour zur Laguna Torre.
Naturliebhabern geht auch in und um El Calafate
das Herz auf - selbst wenn sie im Hochsommer von den eisigen Winden
Patagoniens durchgeschüttelt werden. Das 4.000-Einwohner-Städtchen
am Lago Argentino ist Sprungbrett zu Argentiniens wildesten Gletschern,
die zum Nationalpark Los Glaciares und
zum Welterbe der Menschheit gehören. König unter den Gletschern
ist der Glaciar Perito Moreno, der stetig
wächst und kalbt. Der Blick auf die 70 Meter hohe Frontwand des
weißen Giganten ist ein Schauspiel der Natur. Weitere Gletscher
wie Upsala, Onelli und Spegazzini werden im Rahmen von Bootstouren ab
Puerto Bandera angesteuert.

Ein
Magellan-Pinguin
An der Atlantikseite gibt die Ruta Nacional 3 den Weg vor. Sie zieht
sich durch die unendlich scheinenden Weiten Patagoniens und endet 3.063
km südlich von Buenos Aires auf Feuerland. Interessante Ziele unterwegs
sind die Península Valdés
(Halbinsel mit Pinguinen, Seeelefanten, Killerwalen, küstennahe
Beobachtungen von Bartenwalen), das walisisch geprägte Städtchen
Trelew sowie die Pinguinkolonien von
Punta Tombo und Cabo Virgenes.
Die Magellan-Straße trennt den Kontinent von
Tierra del Fuego, der 47.000 km² großen Insel Feuerland.
Der Nordteil besteht aus monotonem Tafelland, in der Mitte erreicht
man den eisigen Lago Fagnano, die Kordilleren
bäumen sich bis zu 2500 Meter hoch auf. Im tiefen Süden stößt
Feuerland an den Beagle-Kanal, an dessen Ufern sich
Ushuaia von einer alten Sträflingskolonie zu einem der wichtigsten
touristischen Pole Südamerikas gemausert hat. Ausflugsklassiker
führen zur Estancia Harberton (einsame
Farm), zur Isla de los Lobos (Seelöweninsel,
Bootstour), in die Sierra Martial (Panoramablicke
über die Stadt) und in den Feuerland-Nationalpark,
in dem die "Traumstraße der Welt" an der Lapataia-Bucht
endet. Häufig herrscht eine typische Ende-der-Welt-Stimmung. Mehr
Himmel als Erde, mit tiefen Wolken, scharfen Winden und grimmig aufgewühlter
See.
Andreas
Drouve
Adressen,
Links, Musik und Bücher

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Reiseinfos
Einreise / Zoll: Für die Einreise
und einen Aufenthalt bis zu drei Monaten ist für Urlauber aus Westeuropa
nur der gültige Reisepass erforderlich, der nach Beendigung der Reise
noch mindestens drei Monate lang gültig sein muss. Der Hinweis auf
die Drei-Monats-Beschränkung wird in der Regel in den Pass gestempelt;
außerdem erhält man eine für Ein- und Ausreise gültige
Karte, die man aufbewahren und in der man eine erste Aufenthaltadresse
eintragen muss. Geschäftsreisende benötigen ein Visum. Gegenstände
des persönlichen Bedarfs dürfen zollfrei eingeführt werden.
Davon ausgenommen sind tierische und pflanzliche Produkte, wie frisches
Obst und Gemüse, Blumen und andere Gartenpflanzen, Schinken, Wurstkonserven,
Milch und Milchprodukte. Letztgenannte Bestimmungen der Einfuhr von tierischen
und pflanzlichen Produkten gelten auch für den innerargentinischen
Übertritt in die patagonischen Provinzen und können, beispielsweise
nach Ankunft von Inlandsflügen in San Carlos de Bariloche, streng
kontrolliert werden.
Impfungen sind nach dem derzeitigen Stand nicht erforderlich.
Klima und Reisezeit: Nur wenige Länder
der Erde weisen eine solche Bandbreite an Klimazonen auf wie Argentinien.
Grund ist die Ausdehnung über mehr als 30 Breitengrade, vom tropischen
Nordende über eine gemäßigte Zone in den zentralen Gebieten
bis hin zum territorialen Süden und Feuerland, die vom rauen subantarktischen
Klima bestimmt werden. Die andinischen Höhenlagen nehmen gleichermaßen
Einfluss auf das Klima wie die Nähe zum Atlantik. Allgemein gilt:
Die Temperaturen nehmen von Nord nach Süd ab, grob kann man zwischen
sommerlicher Regenzeit (Oktober bis April) und winterlicher Trockenzeit
(Mai bis September) unterscheiden. Argentiniens Hauptniederschlagsgebiete
liegen im Nordosten in den Grenzregionen zu Paraguay und Brasilien.
Die nördlichen und zentralen Gebiete sind ganzjährig bereisbar,
wobei die Monate Mai bis September für die subtropischen Gebiete
am günstigsten sind. Eine Reise durch Patagonien bzw. den Feuerland-Archipel
bietet sich während der wärmeren Monate November und März
an - es sei denn, man gehört zu den Skienthusiasten. Für diese
sind die Tiefen des argentinischen Südens wie auch die populären
Skigebiete im Seendistrikt um San Carlos de Bariloche ideal; die Wintersportmonate
in den Anden erstrecken sich in der Regel von Juni bis August.
Während der sommerlichen Hauptferienzeit in Argentinien kann es bei
Transport und Unterkünften zu Engpässen kommen.
Geld: Landeswährung ist der argentinische Peso (Zeichen: $). Ein Peso ist unterteilt in 100 Centavos. Im Umlauf sind Münzen im Wert von 5, 10, 25 und 50 Centavos sowie 1 $, außerdem Scheine zu 2, 5, 10, 20, 50 und 100 $. Beim Geldtausch bekommt man angesichts des Mitverdienstes der Wechselstuben / Banken für 100 US-$ etwa 380 Pesos. Fast immer kann man mit US-$ bezahlen.
Medizinische Versorgung / Gesundheit:
Der Standard von städtischen und staatlichen Krankenhäusern
in den Provinzen ist gemeinhin gut. Reisende mit Herz- und Kreislaufproblemen
müssen die gelegentlichen Extreme in Andennähe in Betracht ziehen,
nämlich dann, wenn es zu Exkursionen auf über 3000 Meter geht.
Sonnen- und Lichtempfindliche sollten keinesfalls auf Kopfbedeckung, Sonnenbrille
und Schutzcreme verzichten; das gilt nicht nur für die heißen
Gebiete des Nordwestens (Salta) und Nordostens (Iguazú), sondern
auch für die leicht zu unterschätzende, sengende Sommersonne
Patagoniens. Vor Reiseantritt ist der Abschluss einer Auslands-Krankenversicherung
anzuraten, die den Rücktransport im Notfall garantiert.
Statistik
Lage: Im südöstlichen und
südlichen Südamerika zwischen 21° 46' und 55° 03' südlicher
Breite sowie 53° 39' und 73°29' westlicher Länge. Im Westen
und Süden grenzt die Republik an Chile, im Norden an Bolivien, im
Nordosten an Paraguay, im Osten an Uruguay und Brasilien. Die natürlichen
Grenzen bilden die Andenkette im Westen und Süden sowie der Atlantische
Ozean im Osten.
Fläche: 2,79 Mill. km2. Darüber
hinaus beansprucht Argentinien einen Sektor von knapp 1 Mill. km2 der
Antarktis.
Höchste Erhebung: Cerro Aconcagua (6.959 Meter).
Staat: Föderalistische Präsidialdemokratie,
Staatsoberhaupt ist der Präsident.
Name: República Argentina.
Hauptstadt: Buenos Aires.
Bevölkerung: Rund 37 Mill. Einwohner,
damit hinter Brasilien zweitgrößtes Land in Südamerika.
Das Bevölkerungswachstum liegt bei 1,3 % pro Jahr. Rund 90 % der
Bevölkerung sind europäischer Abstammung, der Rest verteilt
sich auf Mestizen und kleinere indigene Gruppen.
Sprache: Spanisch.
Verkehr: Wichtigster internationaler
Flughafen ist der Aeropuerto Ezeiza in Buenos Aires, Hauptdrehscheibe
für Flüge innerhalb Argentiniens ist Buenos Aires' Stadt-Airport
Jorge Newbery. Angesichts der enormen Entfernungen spielen Inlandsflüge
eine große Rolle.
Im ganzen Land kann man sich problemlos mit Fernbussen fortbewegen, das
Streckennetz ist hervorragend ausgebaut. Schiffspassagen spielen bei südsommerlichen
Kreuzfahrten in die Antarktis sowie bei Ausflügen im tiefen Süden
eine Rolle (ab Ushuaia durch den Beagle-Kanal, ab San Carlos de Bariloche
über den Lago Nahuel Huapi, ab Puerto Bandera zu den Gletschern,
ab Llao Llao über den Seenpass nach Chile. Ab Buenos Aires bestehen
regelmäßige Bootsverbindungen nach Colonia de Sacramento (Uruguay).
Wirtschaft: Über die Hälfte
der landwirtschaftlichen Nutzfläche Argentiniens besteht aus Weideland,
das überwiegend der Schaf- und Rinderzucht dient. Angebaut werden
u.a. Getreide, Mais, Tabak, Sonnenblumen, Sojabohnen, Obst und Gemüse.
Im Norden und Nordwesten sind Zuckerrohr und Baumwolle, im Westen Wein
(Provinz Mendoza) von Bedeutung. Auf industriellem Sektor herrschen Textil-
/ Bekleidungsindustrie sowie Fahrzeug- und Nahrungsmittelindustrie vor.
An Bodenschätzen werden Kupfer- und Uranerze, Erdöl und Erdgas
gefördert. Beim Export überwiegen die landwirtschaftlichen Produkte
(Fleisch, Getreide, Wolle, Öle und Fette), gefolgt von Maschinen,
Brennstoffen und chemischen Produkten. Vorrangige Importe sind Chemie-
und Metallerzeugnisse, Metalle, Maschinen und Geräte sowie Kunststoff-
und Bergbauprodukte. In den letzten Jahren ist die argentinische Wirtschaft
steten Berg- und Talfahrten unterworfen gewesen.
Tourismus: Rund 20 Mill. Übernachtungen
pro Jahr, in Deviseneinnahmen ausgedrückt ca. 9.000 Mill. US-$. Stärkste
touristische Zuläufe in Buenos Aires, Feuerland, Misiones (Iguazú-Wasserfälle)
sowie den Großräumen Mar del Plata und San Carlos de Bariloche.
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