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Vom Kap nach Kairo - 1 Jahr quer durch Afrika, das Serien-Spezial

 

Tour 2 - Namibia / An den Rand der Namib Wüste

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Die Fahrt Richtung Norden über staubige und einsame, oft pfeilgerade Buschstrassen ist ein Wechselbad zwischen dösigem Sich-treiben-lassen in der Monotonie der Berglandschaften, andererseits die Aufregung beim Anblick einer Kette nicht enden wollender Highlights. Diese bestehen in der Großartigkeit der Region der Schwarzrandbergen und den Mountains des Rooirand auf der anderen Seite. Vom allmorgendlichen Nebel an der Küste bekommen diese Bergmassive nämlich so viel Feuchtigkeit ab, dass auf ihren dunklen Felsen Moose und Pilze wachsen – in rot (Rooi), allen Grünschattierungen, ockergelb und an manchen Stellen sogar eisblau. Wie mit farbigem Samt bespannt sehen die Bergriesen aus und ihre Kuppen sind mal sanft gewellt, mal dramatisch aufgefaltet, so als hätten viele Kinder ihre unterschiedlichen Vorstellungen von Gebirgen vom Zeichenblockpapier in der Natur verwirklicht. 


Schwarzrandberge

Welwitschias wachsen am Wegrand, bis in die Täler hinein. Diese kuriosen, relativ unattraktiven Holzpflanzen, deren Blätter wie ausgefranste Lederstücke in Meter langen Fetzen am Boden liegen (die Blätter sind eigentlich eine Baumkrone, denn die Pflanze, der Baum versteckt ihren Stamm im Boden) sind bis zu 2000 Jahren alt. 2000 Jahre alt - in diesem Nichts von Sand, Steinen und Wassermangel! Hier und da steht ein Kudu im Schatten einer Akazie oder äugt von einer Düne herab auf das weiße Ding auf vier runden Beinen. Oder Springbockherden wechseln vor dem Auto das Revier, Erdmännchen huschen emsig zwischen ihren Höhlen umher, haben aber Zeit, zwischen durch anzuhalten und auch zu gucken, oft mit dem buschigen Schwanz als Sonnenschirm aufgeklappt über dem Kopf.


Pilzbewuchs an einem Stein

Vom Kap nach Kairo: Tour 2 - Namibia / An den Rand der Namib Wüste

 

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