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Vom Kap nach Kairo - 1 Jahr quer durch Afrika, das Serien-Spezial

Ein Reisebericht von Ulla Ackermann
Fotos: Ulla Ackermann / Jochen Osterloh

Tour 2

Tour 2 - Namibia / An den Rand der Namib Wüste

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Sonnige, heiße, braun gebrannte Grüße aus Namibia!

Ja, wir sind zurück, das soll heißen on- line, denn aus Afrika zurück sind wir noch lange nicht.


Ulla Ackermann


Jochen Osterloh - aber wer schaut wem zu

Wir haben es uns in den vergangenen Wochen richtig gut gehen lassen, fern ab von Internet Cafés und von irgend welchen Modernitäten. Heute mal 100 Kilometer gefahren, morgen gar nicht, ohne zu wissen, ob wir übermorgen weiter fahren würden. Wir haben im Sand gespielt, stunden lang den Tieren zugeschaut, richtig nette und auch ein bisschen verrückte Menschen kennen gelernt, haben so oft Reifen gewechselt, dass wir das jetzt auch im Schlaf können und die Dinger mitten in der Wüste flicken müssen.


Eine Panne mit dem Unimog

Das zusammen genommen kann man nur in Namibia erleben. Stimmt, wir sind noch immer hier. Im Norden allerdings, auf dem Weg nach Botswana. Namibia ist groß! Zweieinhalb Mal so groß wie Deutschland.

Nach dem wir uns in Lüderitz verabschiedet hatten, stand ja Kolmanskoop auf dem Plan. Die alte Goldgräberstadt, die schon vor Jahren vom Sand vereinnahmt worden wäre, hätten nicht clevere Tourismusmacher ein paar Häuser, die Bowlingbahn und einige Baracken wieder ausgegraben. Sollten Sie den C&A Werbefilm aus dem Kino kennen, wissen Sie, wo von ich spreche.

Aufgestauter Sand hindert hölzerne Fensterläden zu klappern, in der Badewanne sitzt eine Düne, ganz malerisch und an den Zimmerdecken baumeln noch die Wohnzimmerlampen. Krächzend zerrt der Wind an losen Metallleisten, scheppert mit den Lamellen eines eingebauten Ventilators, sirrt um die Zimmerecken und schlägt mit der Metalltür zum ehemaligen Vorratsraum den Takt seines unermüdlichen Rhythmus. Eine Geisterstadt, die Lust machen könnte, auch andere Orte dieser Art auszugraben. Als the diamondrush damals begann, schossen entlang der namibischen ähnliche Ansiedlungen wie Pilze aus dem Sand (der Vergleich hinkt, dennoch), als das Diamantenfieber auf hörte zu grassieren, verließen die meisten der digger (Gräber) Claim und Haus und die Wüste hatte wieder freien Zugang.
Natürlich ließen wir uns die Idee mit den Grabungen durch den Kopf gehen – wäre ja spannend – doch bei dieser Hitze nicht arbeiten zu müssen ist dann doch angenehmer.

Vom Kap nach Kairo: Tour 2 - Namibia / An den Rand der Namib Wüste

 

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