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Die Psychologie der Kamele

Im Schatten genießen Besucher aus Italien und der Schweiz ihre Mittagspause. Sie sind mit Kamelen und zwei Beduinen unterwegs. Unser Guide klärt uns auf, dass Kamele gut zwanzig Tage ohne Wasser auskommen können, ohne Essen noch viel länger. Dann aber legen sie sich ohne ein Anzeichen hin und sterben. „Immer wenn die Touristen weg sind, wird das Wasser der Quelle weniger“, versucht uns Karim während der Teepause glaubhaft zu machen. „Ja! ich habe schon einmal einen ganzen Tag hier verbracht, um dieses Phänomen zu beobachten. Am Abend tropfte es nur noch aus der Rinne. Deshalb nennen wir den Ort magische Quelle.“

Ägypten Bahariya Kamel vor Jeep

Die Grüne Oase „El Hadra“, die wir am Nachmittag erreichen, kündigt sich schon lange vorher durch knöchelhohes Buschwerk an. „Das fressen Kamele liebend gerne“, erklärt uns Karim gerade, als ich in der Ferne schwarze Punkte sehe, die sich zu bewegen scheinen. Nun hat er sie auch entdeckt und hält genau darauf zu. Er muss langsam fahren, denn die Steine sind hier wie scharfe Klingen für die Reifen. Ich schätze die Herde auf mehrere Dutzend Tiere. Viele scheinen trächtig zu sein.

Ägypten Bahariya 2 Kamele

Die Kamelhüter liegen gemütlich etwas weiter oben bei der Quelle im Schatten und genießen ihren Tee. Eine Treckinggruppe aus Frankreich rastet nicht weit von ihnen entfernt unter Palmen. Unser Freund hat den Wagen im Schatten geparkt und uns im Nu eine leckere Malzeit bereitet. Der Thunfisch ist mit vielen Zwiebeln angereichert, weil sie in der Wüste sehr gut den Energiehaushalt ausgleichen. Das harte Beduinenbrot schmeckt nach kurzem Eintunken in Wasser wieder köstlich. Während wir genießen, ziehen die Franzosen an uns vorbei. Jeder von ihnen mit leichtem Tagesgepäck auf dem Rücken, alles andere tragen vier Kamele, die mit Beduinen den Treck anführen.

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