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Bad Teinach-Zavelstein

Klassizismus und kabbalistische Lehrtafel

Das traditionsreiche Heilbad, gleichzeitig ein Luftkurort, liegt im Teinachtal, einem idyllischen Seitental der Nagold. Der Bahnhof, Station Teinach, ist etwa drei Kilometer vom Ort entfernt.

Geschichte: Ein Königliches Bad
Als "Wildbad" schon 1345 ein Begriff, erlebte Teinach seine Blütezeit unter den Herzögen von Württemberg. 1710 wurde ein erstes Palais als Sommerresidenz eröffnet und Herzog Eberhard Ludwig erkor den Ort dann endgültig zum "Fürstenbad" bzw. zur Sommerresidenz der württembergischen Herzöge. 1770 reiste der Herzog Carl Eugen aus Stuttgart mit einem 326köpfigen Gefolge an; u.a. frequentierte man im abgelegenen Schwarzwaldtal ein Opernhaus (!) und die offene Reitbahn. Seit 1835 führte der kleine Ort mit seinen heute knapp 500 Einwohnern den Titel "Königliches Bad Teinach".

Stadtrundgang: "Ein höchst merkwürdiges Gemälde"
Einige Bauten gehen noch auf die Glanzzeit zurück und geben dem kleinen Bad ein besonders Gepräge: So ließ König Wilhelm I von Württemberg den Architekten Nikolaus von Thouret im klassizistischen Stil das Badhotel (1980 restauriert), Trinkhalle und Badehaus planen. Ein Teil der historischen Anlagen fiel leider dem Neubau des Kurmittelhauses zum Opfer. Dafür präsentieren sich jetzt das Mineral-Thermal-Bad und der Kurpark als schön gestaltete Einheit.

Besuchenswert ist die Dreifaltigkeitskirche wegen der dort aufgestellten weltweit einmaligen Kabbalistischen Lehrtafel von 1673, "ein höchst merkwürdiges Gemälde mit Flügeltüren", das von der württembergischen Prinzessin Antonia gestiftet wurde und eigenartige Bilder sowie hebräische Schriftzeichen offenbart. Kabbala - hebräisch: Überlieferung - ist eine jüdische Lehre, die unter anderem hinter Zahlen und Buchstaben den verborgenen Sinn der Welt sucht. Ende des 13.Jh. erschien das Hauptwerk der Kabbala, für deren neue Blütezeit im 16./17.Jh. auch die Bad Teinacher Lehrtafel steht.

Bei der Kirche steht der "entwendete" spätgotische Dreischalen-Brunnen aus dem Kreuzgang von Kloster Hirsau, der 1714 auf Befehl des Herzogs nach Teinach geschafft wurde.

Aus Bad Teinach kommt die "Teinacher Hirschquelle", ein gern getrunkenes, weit verbreitetes Mineralwasser.

Wanderziel im Teinachtal sind die strohgedeckten Schwarzwaldhäuser und nicht weit entfernt liegen auch Zavelstein mit seiner Burgruine und via Liebelsberg das ehemalige Bergwerksstädtchen Neubulach.

Informationen
Teinachtal-Touristik der Stadt Bad Teinach-Zavelstein, Rathausstr. 5, 75385 Bad Teinach - Zavelstein, Tel. ++49 (0)70 53 / 9 20 50 40, Fax ++49 (0)70 53 / 9 20 50 44, http://www.teinachtal.de.

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