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Bozena Nemcova

Die am 4.2.1820 in Prag geborene Bozena Nemcova gilt zurecht als die bedeutendste Vertreterin der tschechischen Literatur des 19. Jhs. Sie stammte aus ganz einfachen Verhältnissen, wurde als Tochter einer tschechischen Magd und eines österreichischen Kutschers geboren. Bereits mit 17 Jahren heiratete sie einen älteren Finanzbeamten, durch dessen zahlreiche Versetzungen sie Böhmen kennenlernte. In den 40er Jahren kam sie in Kontakt mit Prager Intellektuellen und Schriftstellern, wurde inspiriert durch Frauen wie George Sand und durch die Literatur des Jungen Deutschland. 1843 erschien ihr lyrisch verfasster Aufruf  'An die tschechischen Frauen'   desweiteren beschäftigte sie sich vor allem mit der Herausgabe nacherzählter Volksmärchen. Ihr unumstrittenes Hauptwerk ist jedoch der Roman Babicka (1855; dt. 'Die Großmutter', 1885), in dem sie u.a. ihre Kindheitserlebnisse verarbeitete. Dieses ohne Zweifel an manchen Stellen idealisierende Sittengemälde traf den Nerv mehrerer Generationen, über 350 Auflagen in tschechischer Sprache sind bis heute erschienen. Bekannt ist auch, daß Franz Kafka gerne die Briefe von Bozena Nemcova las.

Bozena Nemcova starb in Prag am 21.1.1862.

 


 

 


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