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Höhepunkte der Architektur in Prag

Romanik / Gotik / Renaissance / Barock /
Neorenaissance und Jugendstil

Die Gotik hielt in der ersten Hälfte des 13. Jhs. Einzug in Prag. Mit dem Agneskloster und der Altneusynagoge blieben zwei bedeutsame frühgotische Bauten dieses Jahrhunderts erhalten, auch wenn sie in späterer Zeit (wie fast alle gotischen Bauwerke) Veränderungen erfuhren. Schon in diesen frühen Beispielen ist die Weiterentwicklung der Baukunst gegenüber der Romanik sichtbar. Mit neuen statischen Kenntnissen überwanden die gotischen Baumeister die Schwere und Erdverbundenheit und strebten leicht und beschwingt gen Himmel. Ein vielfältiges Stützsystem von Strebepfeilern, Spitzbögen und Rippengewölben ermöglicht es, dass die Wände von riesigen Fenstern durchbrochen werden, die Licht in den Raum fluten lassen. Zu den Neuerungen der Gotik zählen auch die monumentalen, häufig reich verzierten Portale. Mit dem Portal der Altneusynagoge (s. Foto rechts), dem Nordportal der Teynkirche und vor allem dem Westportal der St. Veitskathedrale sind Beispiele aus unterschiedlichen Epochen erhalten. Die Fenster sind mehrfach gegliedert und laufen in einem Spitzbogen aus, der phantasievolles Maßwerkornament umschließt. Das farbige Glas schuf in den Innenräumen eine besondere Atmosphäre. Die grandiosen Fenster in der St. Veitskathedrale, so zum Beispiel in der Heilig - Kreuz - Kapelle, veranschaulichen die hohe Meisterschaft der gotischen Künstler.

Mit der St. Veitskathedrale, einem der Höhepunkte gotischer Architektur Prags, sind die Namen zweier herausragender Baumeister verbunden: Matthias von Arras und Peter Parler (1330 - 1399), der der Gotik eigenständige, neue Impulse verlieh, die als "Parlergotik" auf ganz Europa ausstrahlten. Mit seiner Betonung der Südfront der Kathedrale und dem verästelten Netzgewölbe über dem Chor hob sich Parler von der französischen Kathedralarchitektur ab.

Prag: Vladislavsaal im Königspalast der Burg

Der Vladislavsaal im Königspalast der Burg

Doch auch die Spätgotik weiß in Prag mit herausragenden Baumeistern aufzuwarten, so mit dem Erbauer des Pulverturms, Matthias Rejsek. Mit der kühnen Konstruktion des Vladislavsaals im Königspalast auf der Burg betrat Benedikt Ried Ende des 15. Jhs. wie sein berühmter Kollege Parler gestalterisches Neuland. Mit dem Haus Zur steinernen Glocke am Altstädter Ring können wir ein aufwändig rekonstruiertes Beispiel gotischer Profanarchitektur bewundern.

 


 

 


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