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. . . und ihre Geschichte Solis Weg durch die Jahrtausende ist nur lückenhaft dokumentiert. Siedler vom griechischen Festland scheinen hier um 1100 v. Chr. eine frühe Siedlung errichtet zu haben. Erstmals wird Soli um die Mitte des 7. Jahrhunderts v. Chr. schriftlich erwähnt. Auf einer assyrischen Tributliste erscheint „Sillu“ als eines der (damals) zehn zyprischen Stadtkönigreiche, zählte also schon zu den einflussreichen Mächten auf der Insel. Der oben erwähnte Besuch des Atheners Solon bei seinem alten Freund Philokypros von Soli wird in den Zeitraum 590/580 v. Chr. datiert. Besser dokumentiert ist die Rolle Solis in der Auseinandersetzung mit den Persern. Gemeinsam mit anderen griechenfreundlichen Städten Zyperns schließt sich Soli 499 v. Chr. dem Aufstand der ionischen Küstenstädte gegen die persischen Machthaber an. Der griechische Historiker Herodot, der auf seinen Seereisen nach Syrien und Ägypten Soli besucht haben könnte, berichtet in seinen „Historien“, dass Solis König Aristokypros bei einer Offensive der Perser nahe Salamis gefallen sei und: „Von den Städten auf Kypros hielt Soli der Belagerung (durch die Perser) am längsten stand. Dessen Mauern hatten die Perser ringsum untergraben und konnten es im fünften Monat einnehmen.“ Soli wird in Trümmer gelegt. Eine klassische Stadt entsteht nach einem neuen Plan aus den Ruinen der archaischen Siedlung. Soli findet zu seiner früheren Bedeutung zurück. Erneut begehrt die Stadt gegen die persische Fremdherrschaft auf, als Alexander der Große den griechischen Rachezug gegen die Perser eröffnet. Die siegreiche Schlacht bei Issos (333 v. Chr.) ist der Auslöser für den Abfall der zyprischen Städte. Könige und Prinzen der solischen Dynastie kämpfen an Alexanders Seite: Pasikrates beteiligt sich an der Belagerung von Tyros, sein Sohn Nikokles ist in Indien mit dabei, Stasanor wird Gouverneur von Baktrien im heutigen Afghanistan und Sogdiana (Usbekistan). Die günstige Entwicklung Solis während der Hellenistischen Zeit verstärkt sich noch unter der Herrschaft Roms. Kupfer als Exportschlager bringt Reichtum in die Stadt. Prachtvolle städtische Bauten werden errichtet, die erste öffentliche Bibliothek Zyperns entsteht. Nach der Zeitenwende Als Zypern aus dem fernen Byzanz regiert wurde, begann der Niedergang Solis. Der Hafen war längst verlandet, die Kupferexporte drastisch zurückgegangen, schwere Erdbeben hatten die Stadt getroffen, doch selbst jetzt entstanden noch Großbauten wie die Basilika. Die arabischen Invasoren ließen die noch immer prächtige Stadt anfänglich unbehelligt, um so mehr hatte sie unter ihrem zweiten Angriff (653/654 v. Chr.) zu leiden. Einiges wurde wieder aufgebaut, aber der Lebenswille war gebrochen. Soli erscheint noch auf den Karten des Mittelalters als unbedeutendes Dorf, das ein letztes Mal im 13. Jahrhundert für Gesprächsstoff sorgte, als die „lateinischen“ Machthaber den orthodoxen Bischof von Nicosia hierher verbannten. |